Samstag, 31. Oktober 2009

Liebe Daheimgebliebenen. Heute haben wir bei strahlendem Sonnenschein und warmen 15 Grad sehr gute Neuigkeiten für euch. Wir haben einen Job. Ja, ihr habt richtig gelesen. Wir waren heut Mittag zum Vorstellungsgespräch bei Second Cup (einem tollen Coffeeshop) eingeladen, wurden dann im Detail befragt und vor ein paar Minuten hat die Managerin angerufen und uns zugesagt. Wir können am Montag anfangen und das Beste, wir können dorthin laufen. Wahrscheinlich werden wir so 20 Stunden die Woche arbeiten, verdienen recht gut, bekommen Trinkgeld und wir kriegen am Wochenende immer zusammen frei. Das ist alles unglaublich und wir sind total aus dem Häuschen. Das heißt nämlich, dass wir jetzt auch einkaufen gehen können, und zwar: bedingungslos. Kanada ist nämlich doch recht teuer geworden und morgen geht unsere erste Miete vom Konto ab.....
Vorgestern haben wir unseren Kürbis geschnitzt, das war ein Akt. Aber ist recht niedlich geworden, Fotos folgen, wenn die ganze Familie fertig ist ;) Dann haben wir uns überlegt aus den Überresten könnten wir Kürbisbrot backen. Gesagt, getan. Komisch nur, dass das Brot nach einer Stunde im Ofen aussen braun und innen noch roh war. Tja that´s life. Ich hab mein Bestes gegeben wenigstens die Kruste noch zu verzehren, den Rest mussten wir wegschmeissen (weil ungenießbar). Während dem Backen ist uns auch noch die Sicherung in der Küche rausgesprungen und zuerst fanden wir den Sicherungskasten nicht. Dann haben wir ein paar Knöpfchen gedrückt-nichts passierte. Also mussten wir auf Martin warten *super* aber wenigstens war es weniger peinlich als unser verstopftes Klo neulich ;) Ich sag euch, ihr verpasst hier einiges. Abends dröhnen wir uns die Birne mit Hochzeitssendungen im Fernsehen zu -sehr romantisch. Aber ganz ehrlich, die Amis, die diese Sendungen drehen sind ganz schön beknackt. Gut, dass am Montag für uns der Ernst des Lebens anfängt. Dann müssen wir nächste und übernächste Woche neben der Arbeit auch noch ins Schokoladengeschäft, um für unsere drei Tage Alleinherrschaft über das süßeste Gut der Welt zu trainieren. Es geht also rund. Heute hat George, der älteste Sohn der Whites Geburtstag und wir gehen alle zusammen Essen und morgen treffen wir uns mit dem kleinen White in Downtown und gehen zu Boston Pizza und dann zu GAP, ne neue Hose fürs Arbeiten kaufen. Wir verbringen hier wirklich eine unglaublich tolle Zeit. Gestern war es echt kalt draußen, wir hatten unsere dicksten Jacken an und heute war ein Chinook, das heißt es ist sonnig und warm und wir können im T-Shirt raus. Dieser Tag ist einfach perfekt und von Erfolg gekrönt und wird im Kalender mit Rotstift und Sternchen markiert.
Sonnige Grüße nach Hause (wo Martin uns nicht mehr hin zurück lassen will. Er hat gestern gesagt, er will uns hier behalten ;) *süß oder?*)
Eure überaus glückliche Jule

Freitag, 30. Oktober 2009

Dies ist ein Fehlersuchbild, mal schauen, wie gut ihr in sowas seid *hihi*

Mittwoch, 28. Oktober 2009




Na, was sagt ihr???
Gehen wir jetzt als waschechte Kanadierinnen durch?
Hello again.
Erst mal die schlechten News: Wir haben immer noch keinen Job...Troy hat sich noch nicht gemeldet, dann hat Lieschen da nochmal angerufen, aber er hatte keine Zeit!?! Naja wir versuchen es weiter. Dafür haben wir unsere Traumsweater ergattert. Es folgen ein paar Bilder, damit ihr sehen könnt, wie toll die sind. Jetzt nur noch olympisches Gold (oder auch kein olympisches) holen, dann wären wir rundum glücklich ;)
Es grüßt euch die wilde Jule aus dem wilden Westen

Montag, 26. Oktober 2009

Guten Morgen liebe Leser in Deutschland,
bei strahlendem Sonnenschein haben wir uns gestern nach unseren schönen sonntäglichen Gesprächen mit der Heimat auf den Weg nach Downtown gemacht. In "The Bay" gibt es nämlich einen super Sweater mit einem riesen Canada-Emblem auf der Vorderseite und dem Olympialogo am Arm, den Lisa und ich unbedingt besitzen möchten. Doch mit Erschrecken mussten wir gestern feststellen, diese Pullover sind schon überall vergriffen-oh Schreck.... selbst im Onlineshop steht nur "coming soon" und wir hoffen doch sehr, dass sie "as soon as possible" wieder eintreffen. Sonst sind wir ganz schön enttäuscht-die sind nämlich so toll und wären ein schönes Andenken an die Zeit hier...Hhm mal schauen, ob wir Glück haben und sie irgendwo noch finden. Wir haben also den ganzen Tag nach diesen Pullovern gesucht und waren abends fix und fertig. Dann haben wir auf einen Bus gewartet, der nicht kam, sind dann in einen eingestiegen, der eigentlich auch an unserem Zuhause vorbei fährt, es war nur leider der letzte gestern Abend und er hat uns auf halber Strecke raus geschmissen weil sein Dienst zu Ende war. Dann mussten wir woanders erst wieder auf den einen Bus warten, der vorher nicht kam. So standen wir in der Kälte (nach Sonnenuntergang fallen die Temperaturen nämlich rapide), hatten Hunger und mussten aufs Klo. Am Nachhauseweg haben wir die ganze Zeit überlegt, wie wir jetzt am schnellsten ein tolles Menü zaubern können...unsere Wahl fiel auf Pizza. Als wir die Haustür aufschlossen, kam uns Martin schon freudestrahlend entgegen und meinte, dass wir genau richtig zum Essen kämen. Also konnte unsere Pizza in der TK verweilen, während wir Schweinebraten, Gemüse, Röstkartoffeln und zum Dessert einen Apfelcrumble mit Brombeeren und Custard (eine englische Spezialität) genießen durften. Martin war auch echt froh, uns verwöhnen zu dürfen. Er meinte, er wär schon ganz enttäuscht gewesen, weil er den ganzen Tag gekocht hat, um dann festzustellen, dass niemand Zuhause ist. So hat uns dieses Menü alle rundum glücklich gemacht. Nachdem wir fertig waren kamen dann Claire und Chris (der frischgebackene Papa) an-zum Glück hatten wir noch was zu Essen übrig gelassen. Der Tag endete mit einem Video.
Heut Morgen sind wir ganz gespannt aufgestanden, wir warten ja auf den Anruf von Troy-drückt uns die Daumen, dass das klappt. Um uns die Zeit bis dahin zu vertreiben backen wir jetzt mal Brownies, um oben die auch mal zu überraschen: Wir versuchen den schokoladigen Duft rüber zu wedeln, wenn er euch erreicht sind die Brownies aber bestimmt alle ;) Tut uns leid.
Wir melden uns, sobald wir etwas von unserem eventuell zukünftigen Job gehört haben.
Bis dahin "take care"
Jule

Samstag, 24. Oktober 2009

Good evening Germany auch , wenn ihr schon in euren Betten schlummert ;)
Ich muss mich grad erstmal orientieren, was wir schon wieder Alles erlebt haben in den letzten Tagen und es irgenwie so komprimieren, dass es für euch nicht zu langweilig wird.
Fangen wir mal bei Mittwoch an. Mittwoch war "office day"-so nennen wir das hier, wenn wir stundenlang im Schlafanzug vorm Computer sitzen und versuchen, zunächst etwas Sinnvolles zu vollbringen, bevor wir unseren Blog bereinigen, an unserm Fotobuch "Canada" weiterarbeiten, Tonnen von Emails schreiben, mehr oder weniger wichtige Telefonate führen etc.. Also das war schon Mittwoch ;)
Donnerstag morgen fing ähnlich an wie "office day", bis Martin runter kam und meinte, dass er mit einem befreundeten Anwalt gesprochen hätte, der der Mann einer Frau ist ...(Entschuldigung für mein schlechtes Deutsch- unsere Muttersprache ist die einzige Sache, die hier sehr leidet, aber dafür sind wir ja hier, wohl?) ...mit der wir at "Ronald Mc Donald House" gekocht haben. Der wiederum hat einen Klienten, der eine ziemlich chice Restolounge (Restaurant & Bar) in Downtown besitzt und sechs neue Leute sucht. Also haben Lieschen und ich dort angerufen und die haben uns gebeten, vorbei zu kommen um unsere CV´s (Lebensläufe) abzugeben. Wir nichtsahnend in unserem "office day outfit" dahin (also nicht im Schlafanzug aber auch nicht gerade aufgedonnert) und nach Troy gefragt, dem bereits erwähnten Klienten. Daraufhin wurden wir gebeten, Platz zu nehmen, uns wurde ein Getränk angeboten und plötzlich sprachen alle von Vorstellungsgespräch. Also haben wir wohlweißlich unsere Jacken angelassen, denn wir wussten ja, was wir drunter trugen ;) So saßen wir da ungefähr ne halbe Stunde und uns wurde Angst und Bange. Die Bedienungen dort trugen alle sehr tiefe Ausschnitte und noch kürzere Röckchen (voll die Tussis) und der ganze Laden ist hypermodern und extrem teuer. Aber was soll´s, wir dachten gleich an ein gutes Gehalt. Dann kam Troy und hat uns interviewt. Das war dann alles ganz nett und in unserer Euphorie haben wir dann auch zu Nachtschichten nicht "Nein" gesagt, haben aber nicht überlegt, wie wir um 2 Uhr nachts von Downtown nach Hause kommen. Aber wir finden das heraus falls am Montag der ersehnte Anruf mit der Zusage kommt.
Am selben Tag kam auch noch Lisa, die schwangere Brasilianerin ins Krankenhaus, wo gestern morgen die kleine Louise Marie geboren wurde. Claire war die ganze Nacht bei Lisa und hat Händchen gehalten und ist seit das Baby da ist jede freie Minute im Krankenhaus. Sie hat sich dort als Großmutter eingeschlichen, sonst darf dort nämlich keiner rein. Da sie also sehr beschäftigt ist mit ihrem adoptierten brasilianischen Enkelkind haben wir gestern und heute an ihrer Stelle auf dem "Fall Fair", einem Basar in der Kirche ausgeholfen. Gestern wurde aufgebaut und heute verkauft. Wir waren mal wieder an einem Stand mit Lebensmitteln ;) und haben unzählig viele verschiedene Sorten Marmelade, Jam, Jelly, Gurken, Rote Beete, Kürbisse, Ahornsirup, Apfelpunsch und was weiß ich nicht alles verkauft: Immerhin mit einem Umsatz von 2.000 Dollar, fast 1.400 Euro nur an unserem Stand. Das war schon ganz schön gut, oder? Wir haben natürlich auch den Umsatz angekurbelt und eine Kürbisfamilie zum aushöhlen für Halloween gekauft, einige Bücher, ein bisschen Weihnachtsdekoration und zwei Nikolausstiefel in der Hoffnung, dass der dicke Santa hier durch den Kamin passt..das Beste war jedoch mal wieder der Kontakt zu den unglaublich netten Kanadiern. Zudem sind wir auf so Events immer "die Attraktion" und binnen weniger Minuten weiß jeder wer wir sind, wo wir wohnen und wo wir herkommen. Am Ende des Basars saßen alle Mitarbeiter noch ein wenig zusammen, es gab Käse und Wein und es wurde Bilanz gezogen. Dann wurde es mal wieder peinlich für uns: Wir wurden gebeten aufzustehen und dann gab es einen extra Applaus "for our European friends from Germany". War ja lieb gemeint, aber wir sind wieder knallrot geworden...Nichts desto trotz hat es mal wieder viel Spaß gemacht und wir sind schon gut hinein gewachsen in unser kanadisches Leben. So gut, dass Ghislaine vom Schokoladengeschäft uns gefragt hat, ob wir im November drei Tage ihren Laden alleine schmeißen können, damit sie ein paar Tage in Urlaub kann. Und mal ganz ehrlich...wer sagt da schon nein !?! Also wir auf jeden Fall nicht ;) Also dürfen wir ein paar Tage vorher schonmal trainieren- es gibt Schlimmeres, würde ich mal sagen.
Jetzt zu den etwas traurigeren News: Claire fliegt über Weihnachten zu ihren Eltern nach England, ihre Mutter hatte nämlich neulich einen Schlaganfall und wenn sie aus dem Krankenhaus kommt, kann sie Claires Hilfe gut gebrauchen. Wir sind echt traurig, denn wir hatten uns so auf ein Weihnachten mit den Whites gefreut. Martin fliegt am 26. 12. hinterher, also sind wir Sylvester dann ganz alleine, dafür kommt uns Daniel wahrscheinlich besuchen- er darf dann unser Aufpasser sein *hahaha* Aber nochmal kurz zu Weihnachten-nicht, dass ihr denkt, wir sitzen ganz alleine unterm Baum. Nein, wir sind zusammen mit Martin und Daniel schon bei anderen Freunden eingeladen. Die kümmern sich alle ganz rührend um uns. Und Claire hat uns versprochen, schon im November mit uns Christmas Cake und Pudding zu machen und wenn die beiden im Januar wiederkommen, laden sie alle ihre Freunde ein und wir feiern Weihnachten nochmal nach, das ist schon alles ge"claire"t *hihi*
Hhm ich weiß nicht, ob ich jetzt noch was vergessen habe, ich glaube aber nicht.
Also dann: Danke an unsere "European friends from Germany", dass ihr so treu unseren Blog verfolgt und ein tolles Restwochende.
Eure Jule
P.S.: Falls ihr es vergessen habt: Ihr dürft heute eine Stunde länger schlafen!!!
P.P.S.: An alle Grey´s Anatomy Fans-falls ihr Fragen zur neuen Staffel habt, wir stehen euch gerne zur Verfügung-nur halt nicht Donnerstag abends um 22 Uhr aber eins vorweg- es wird ganz schön blutig...(sorry das musste jetzt einfach mal sein)

Jetzt aber wirklich bye, bye

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Dienstag, 20. Oktober 2009

..wir sind gerade vom Kochen wieder gekommen. Es war echt beeindruckend-also, das Hostel, wo die Familien der kranken Kinder wohnen können heißt Ronald McDonald-House und ist echt wunderschön gemacht. Das erleichtert den Familien ihren schweren Alltag etwas und gibt ihnen die Möglichkeit, sich mit anderen Eltern auszutauschen, die gerade dasselbe durchmachen. Wir haben Chicken in Pilzsauce gemacht, dazu Kartoffelpürree, Gemüse und Salat. Lisa hat einen tollen Nachtisch zubereitet *lecker war´s Lieschen* während ich die Hähnchen von ihrem Fett befreit habe *bäh war das eklig*. Dann habe ich ein Klavier entdeckt, von dem ich mich (wie ihr euch vorstellen könnt) nicht mehr trennen konnte. Also habe ich so vor mich hin geklimpert und gesungen, wie ich das Zuhause tagtäglich tue und ich glaube den anderen hat es auch gefallen. Lisa hat mich sogar schon für ihre Hochzeit engagiert, den passenden Bräutigam suchen wir allerdings noch ;) Ein kleines krebskrankes Baby war auch angetan von der Musik und hat angefangen zu weinen, sobald ich aufgehört hab zu spielen: Sehr rührend....
Wie ihr seht liegt wieder mal ein besonderer Tag hinter uns und ich glaube im Ronald McDonald- House sind wir jederzeit willkommen.
Gute Nacht
Eure Jule



Nach einigen Tagen Funkstille hier im Blog, bin ich wieder da.
Vor zwei Tagen, also am Sonntag haben wir morgens die Zeit genutzt, um mit unseren Familien zu skypen. Es ist doch immer schön , mit eigenen Augen zu sehen, dass es euch allen gut geht. Was mich ganz besonders gefreut hat war, mein liebes Paulchen ein wenig beim spielen und vor sich hin plappern zu beobachten. Er ist einfach ein richtig kleiner Sonnenschein, der uns selbst hier, soweit weg von Zuhause ganz schön viel Freude macht. So sind wir also gut gelaunt, wenn auch müde in den Tag gestartet. Nach dem Mittagessen sind wir dann mit den Whites in zwei Autos gen Norden gefahren, um ihren Wohnwagen in Gleniffer winterfest zu machen. Der Trailerpark liegt einem wunderschönen See. Wir haben dort einen ausgiebigen Spaziergang gemacht und am Wegesrand pausierende Wildgänse und eine Biberfamilie beobachtet, die auf dem halb gefrorenen Wasser umher spazierte. Das alle sind ja Dinge, denen man in Deutschland nicht gerade jeden Tag begegnet, daher waren wir dementsprechend fasziniert und haben Tonnen an Fotos geschossen. Die unglaubliche Landschaft war zu dem noch in wunderschönes Sonnenlicht getaucht, was zu einem bombastischen Farbspiel der Natur geführt hat. Nach einem Tässchen Kaffee und ein bisschen Geplaudere mit den Whites ging es dann , bei einem richtig dramatischen Sonnenuntergang zurück nach Calgary, wo wir uns mit Scottie (dem jüngsten White-Sprössling) zum Essen getroffen haben. Es ging ins Cheesecake-Cafe, wo es neben unzähligen und riesigen Käsekuchen auch warmes Essen gab-sehr sehr lecker. Und unser lieber Hostdad Martin hat auch noch für uns bezahlt und meinte, wenn wir einen guten Job hier fänden dürften wir ihn auch mal zum Essen einladen: Martin, es wird uns eine Ehre sein ;)
Später saßen wir noch ein wenig zusammen und haben den Abend ganz ruhig ausklingen lassen.
*ab ins Bett*
Gestern haben wir ganz schön lang geschlafen und mittags hat uns Martin dann zum Chinook-Centre, einem der größten Malls hier in Calgary gefahren. Dort haben wir alle Geschäfte unsicher gemacht, eine CD gekauft und ein kleines Outfit für little Louise (Baby der Brasilianer) gefunden, die wahrscheinlich in der nächsten Woche auf die Welt kommt- wir sind ja sooooooooo... gespannt. Endlich jemand, der sich hier noch weniger auskennt als wir ;) Wir haben auch schon unsere Babysitterdienste angeboten. Gestern Abend haben wir dann um 9 erstmal noch gekocht und beim Essen Armageddon geguckt......und Rotz und Wasser geheult, denn auf Englisch sind die Filme immer noch viel emotionsgeladener!!!
*ab ins Bett*
Heute haben wir noch länger geschlafen als gestern-wir sind hier immer so unglaublich müde. Nachdem wir alle Neuigkeiten gepostet haben, geht es nachher zur Kinderklinik, wo wir mit einigen anderen freiwilligen Helfern für die Familien der kleinen Patienten kochen. Neben der Klinik gibt es nämlich ein extra Wohnheim, wo die Familien dann untergebracht werden können wenn ihre Kinder stationär aufgenommen werden. Claire meinte, dass die ein oder anderen ganz schön schlimme Geschichten zu erzählen hätten und somit agieren wir heute nicht nur als Köche, sondern auch als Zuhörer und vielleicht auch als Trostspender.
So stellt uns hier jeder Tag vor große neue Aufgaben, die wir mit Freude zu bewältigen versuchen.
Hoffentlich seid ihr Zuhause nicht allzu sehr im Stress und könnt so wie wir, auch einfach mal genießen.
Best wishes, eure Jule

Sonntag, 18. Oktober 2009


Unsere leckere Schokolade...


...und die Maitre de Chocolatier...


...von morgen ;)

Samstag, 17. Oktober 2009

"Hello there...how are you today?" So oder ähnlich haben wir gestern und heute tausende Besucher des "Rocky Mountain Wine and Food Festival" begrüßt, die einfach nicht an unserem Schokoladenstand vorbei gehen konnten, was wir nach diesem Wochenende nur allzu gut verstehen können ;) Wir kennen nämlich mittlerweile einen Großteil des Sortiments, das wir natürlich nur aus geschäftlichen Gründen austesten mussten, damit wir wissen wovon wir sprechen. Die letzten zwei Tage war also unser Englisch, unser Verkaufstalent und unser Magenvolumen sehr gefragt. Die Leute, die die Messe besucht haben mussten erstmal 15 Dollar Eintritt bezahlen (wir nicht) und dann konnten sie gegen Bares Coupons ergattern (die für uns ergattert wurden) um diese wiederum gegen Essbares einzutauschen (was wir meistens umsonst bekommen haben, wenn wir gesagt haben, dass wir am Schokoladenstand arbeiten und schließlich hatten wir ja selbst das leckerste Gut am eigenen Stand: Dies sah dann aus wie folgt- eins für den Kunden und eins für Lisa, eins für den Kunden und eins für Julia, zwei für den Kunden.......den Rest könnt ihr euch denken). In unseren Pausen haben wir uns an den vielen unwiderstehlichen Männern...uups ich meinte natürlich Speisen ergötzt, die uns aus jeder Ecke angelacht haben. Unsere Mägen hatten einiges zu bewältigen, da wir die Reihenfolge von Aperitif, Vorspeise, Hauptspeise, Nachspeise, Dessertwein...etc. nicht immer eingehalten haben und so folgte auf ein Eis ein Bruschetta und noch eins und noch eins und dann wieder ein Eis und ein Bananenkuchen.....ich kann mich nicht mehr an alles erinnern. Wir waren auch recht erfolgreich und konnten einige Coupons für Ghislaine und Jan einnehmen, nämlich insgesamt 4.690 und vorallem heute kurz vor Toresschluss waren wir absolut gefragt, da alle ihre restlichen Coupons loswerden wollten und Schokolade kann man einfach besser mit nach Hause nehmen als halbvolle Gläser mit Wein... so hat eine Frau doch tatsächlich (allein bei ihrem 4. Einkauf bei uns) für 70 Coupons Schokolade gekauft. Dagegen sind selbst wir absolut harmlos. Ja, wie ihr vielleicht merkt-wir haben es sehr genossen an diesem riesen Event in Calgary teilhaben zu dürfen und unsere belgischen Freunde waren uns sehr dankbar für unsere Hilfe...ob sich diese Dankbarkeit wohl noch in einem Päckchen Schokolade äußert? Hhm who knows...
Unser Hostdad Martin war ganz schön beeindruckt von uns, dass wir heute schon alle Sorten Schokolade auswendig konnten und es wurde gemunkelt, dass wir den Eindruck machen als ob wir seit zehn Jahren nichts anderes machen als diese traumhafte belgische Schokolade an den Mann (oder in der Überzahl an die Frau) zu bringen. Wir wurden folglich mit Lob und Dank überschüttet, was uns natürlich überaus fröhlich stimmte.
So haben wir den ganzen lieben langen Tag vor uns hin gegrinst und der hübsche Eisverkäufer neben uns tat es uns gleich. Darauf hin wurden wir leicht nervös und nahmen die Farbe seines Blutorangeneises an....also schnell noch ein Wein und ´ne Schokolade oben drauf... das beruhigt ungemein. Sogar Lieschen, die eigentlich keinen Alkohol trinkt, ist heute schwach geworden...allerdings nicht nur beim Wein..... (Hoffentlich zwingt sie mich jetzt nicht auszuziehen ;))
So jetzt wird es langsam Zeit für uns....wir haben schließlich noch eine ganze Tüte Pralinen hier stehen..nicht, dass die noch schlecht werden. Auf die Fotos vom Festival müsst ihr noch etwas warten-
wir suchen bei dem Bildbearbeitungsprogramm immer noch den Schlankmachmodus.
Einen dicken, süßen, karamelligen, buttercremigen, gesalzene butterigen, rumigen, haselnussigen und in erster Linie schokoladigen Kuss an unsere treuen Leser in good old Germany.

Freitag, 16. Oktober 2009


Guten Abend Germany,
wir sind kaum zwei Wochen hier und schon total "busy". Die Erlebnisse überschlagen sich und wir kommen kaum hinterher, euch immer auf dem Laufenden zu halten. Über unser tolles letztes Wochenende hatten wir ja schon berichtet.
Am Dienstag haben wir uns erstmal ein wenig erholt... am Mittwoch wurden wir dann wieder aktiv. Und ich kann euch sagen, nach dem Aufstehen haben wir haben nicht schlecht gestaunt als wir die Gardinen aufgezogen haben und unser ganzer Vorgarten, kurz gesagt ganz Calgary im tiefen Schnee versunken war. Es war traumhaft und hat nicht lange gedauert, bis Lieschen und Julchen sich im Winter Wonderland vergnügt haben. Vorallem war es sehr spannend zu beobachten, wie sich alle Autos ohne Winterreifen versucht haben, einen Weg durch den Schnee zu bahnen. Die Calgarianer waren maßlos überfordert und auf den Straßen herrschte das absolute Chaos. Nichts desto trotz haben wir uns auf Jobsuche begeben und haben uns bei Coop, Blockbuster Video und Tim Hortons beworben. Anschließend sind wir mit Martin im Mini (auch ohne Winterreifen) zu Ghislaine ins Schokoladengeschäft geschliddert. Sie hat uns dann angeboten, sie zum Flughafen zu begleiten, um eine neue Schokoladenlieferung aus Belgien in Empfang zu nehmen. Wir waren natürlich sofort dabei, allerdings waren wir uns unserer Entscheidung nicht mehr so sicher, als wir ihr Auto gesehen haben. Ein uralter Van mit quietschenden Scheibenwischern, die Windschutzscheibe von einer bis zur anderen Seite gerissen und zudem darf dieses Auto nicht schneller fahren als 80kmh weil es sonst in seine Einzelteile zerfällt- ganz schön gruselig. Zudem war eigentlich gar nicht genug Platz für Lieschen und mich- der wurde dann aber geschaffen und ich saß auf der Rückbank zwischen Bergen von Schokolade: Nicht das schlechteste Gefühl muss ich sagen ;) Das war allerdings noch bevor wir die 80 Kilogramm Schokolade am Flughafen abgeholt haben. So ging es erstmal zum Zoll, dann zum Cargo am Flughafen, wo dann ein Stapler die Schokolade samt Verpackungsmaterialien in unser Auto verladen hat. Was das heißt könnt ihr euch denken: 80 Kilo mehr Schokolade und nur noch wenig Platz für uns...im Grunde zu wenig um noch ein Foto von uns zu machen (deshalb müsst ihr darauf diesmal verzichten). Weiter ging es zum BMO Center, wo heute und morgen das große "Rocky Mountain Wine & Food Festival" stattfindet. Dort haben wir dann einen Großteil der Schokolade abgeladen und den Stand bezogen, für den wir dieses Wochenende arbeiten: Unsere Aufgabe dort wird es sein, rund 6.000 Schokoladen zu verteilen. Zurück im Schokoladengeschäft durften wir uns als Belohnung einmal durch den ganzen Laden naschen und auf die ganzen Pralinen gab es dann noch eine "spiced hot chocolate" oben drauf. Dann haben wir uns noch schnell bei Starbucks und im Bücherladen beworben und ab ging es nach Hause. Gestern haben wir uns dann zum Southcentre Mall, einem sehr modernen Shoppingcentre mit vielen potentiellen Arbeitsplätzen aufgemacht. Dort haben wir bei "The Bay" ´ne Bewerbung abgegeben und uns bei "Gap" blicken lassen (die Bewerbung war allerdings online und hat uns gestern Abend ungefähr noch 2 Stunden gekostet). Auf dem Rückweg nach Hause sind wir dann nochmal in der Videothek vorbei, wo wir schon ein "prescreening", also quasi ein Vorvorstellungsgespräch hatten. Jetzt heißt es warten, ob wir irgendwo einen Job bekommen. Das wär schon ganz schön toll (wobei Gap unser heimlicher Favorit ist). Nach einem ausgedehnten Frühstück heute Morgen machen wir uns gleich ein wenig chic und um 3 treffen wir uns bei Ghislaine, um 4 ist dann Arbeitsbeginn bis 10 Uhr heut Abend. Morgen geht es schon um 3 Uhr los...also viel zu tun. Am Sonntag fahren wir dann mit Claire& Martin, Quarry und Petra nach Glennifer, wo die Whites einen großen Wohnwagen besitzen, den wir dann winterfest machen. Bei hoffentlich schönem Wetter werden wir die Umgebung dort genießen und das anstrengende Wochenende im Wilden Westen ganz ruhig ausklingen lassen. Also drückt uns die Daumen, dass wir vielleicht nächste Woche schon eine Arbeit in Calgary haben, um uns den Spaß hier auch leisten zu können.
So ihr Lieben, jetzt müssen wir mal nach unserer Wäsche schauen.....an was man nicht alles denken muss als Hausfrau ;)
Sonnige Grüße nach Siegen
Eure Jule

Dienstag, 13. Oktober 2009


Unsere süßen Gasteltern




Wo war ich stehen geblieben? Ach, bei den überschüssigen Pfunden. Und genau deshalb ging es gestern zum Johnston Canyon in den Banff National Park. Ganz schön beeindruckend, was die hier so unter Halbgefrorenem verstehen.
Türkisblaues, teils in verschieden Schichten gefrorenes Wasser und Wasserfälle, die sich ihren Weg durch die Felswände des Canyons bahnen. Das Farbspiel dort war beeindruckend und die Kälte durch den strahlenden Sonnenschein erträglich. Gestärkt durch ein Picknick in der Eiseskälte sind wir dann 11 km durch den Canyon gelaufen, bis wir bei den Ink Pots ankamen. Dort sprudelt an ganz vielen Stellen 4 Grad kaltes Wasser aus der Erde und die Indianer gewinnen daraus die Ocker-Farbe für ihre Gesichtsmalerei. Also nicht nur optisch sondern auch kulturell ein gewinnbringender Ausflug. Zum krönenden Abschluss ging es dann noch mit Claire, Martin, Gilaine, Jan, Peter und Shila zum Essen in ein tolles Restaurant in Canmore. Bei Kaminfeuer, indianischem Brot zur Vorspeise und Elchfleisch haben wir den Tag dann ausklingen lassen, bevor wir hundemüde in unsere kuscheligen Betten fielen.
Achso, bevor ich es vergesse: Freitag und Samstag sind Lisa und ich Hostessen für das Schokoladengeschäft auf einer riesigen Messe (mit 4.000 Ausstellern und 60.000 erwarteten Besuchern) hier in Calgary. Mal schauen, was wir da so ergattern können... auf jeden Fall viele neue Kontakte. So gleich gehts mal raus in den Schnee und auf Jobsuche, die hoffentlich erfolgreich endet. Ganz viele kalte Schneeflöckchengrüße aus Calgary
Jule
























Nach einem aufregenden Wochenende melden wir uns zurück in der Cyberwelt. Es ist immer so schwer einen ersten treffenden Satz zu finden, um in unsere Schwärmereien einzuleiten...aber ich versuche es einfach mal:

I´m thankful for you
Thangsgiving is the appointed time
for focusing on the good in our lives.
In each of our days,
we can find small blessings,
but too often we overlook them,
choosing instead to spend our time
paying attention to problems.
We give our energy
to those who cause us trouble
instead of those who bring peace.
Starting now,
let´s be on the lookout
for the bits of pleasure in each hour,
and appreciate the people who
bring love and light to everyone
who is blessed to know them.
You are one of those people.
On Thanksgiving,
I´m thankful for you.

Dieses Gedicht hat Claire uns zu Thanksgiving vorgelesen und ich denke selbst die, die in Englisch nicht so textsicher sind, verstehen, worum es hier geht. Nochmal in Kurzform: Man verbringt immer mehr Zeit mit Gedanken an Leute, die einem Ärger bereiten als an die, die man liebt und die einem tagtäglich Freude bereiten. Da Thanksgiving aber ein Tag des Dankens ist sollte man seine Gedanken umlenken auf all das Gute und Wertvolle im Leben.
Wir tun das hier jeden Tag und erfreuen uns an unserem neuen aufrgenden Leben, den unglaublich tollen Menschen, die uns umgeben und sind dankbar, dass ihr, die wir Zuhause lassen mussten unser Abenteuer hier mit Freude und nicht mit Neid verfolgt. Eins sollt ihr noch wissen: Ganz egal, wie schön es hier ist

- Mein Zuhause, in dem ich von euch umgeben bin, ist ungelogen der schönste Ort auf der ganzen weiten Welt-

Unser Thanksgiving war aber nicht nur besinnlich, sondern auch lustig und sehr enspannt. Neben den Brasilianern haben wir nun noch ein belgisches Ehepaar kennengelernt, die ein Schokoladengeschäft hier in Calgary besitzen. Das Beste daran: Wir dienen nun als Versuchsobjekte für jegliche Schokoladenrezepte.... am Thanksgiving war es eine Mousse au chocolate, die unseren Gourmetgaumen passieren durfte ;) lecker, lecker, lecker...
und wir haben wie versprochen unsere Kochkünste verfeinert und die Sweetpotatoes mit Marshmallows waren ein echter Erfolg. Turkey gab es keinen aber dafür einen Schinken, der in Aprikosensud gekocht war und jede Menge anderer Leckereien. Es war ein rundum gelungener Abend und es wurden sofort Pläne für den nächsten Tag also gestern geschmiedet, um die neu errungenen Pfunde abzutrainieren.....




Samstag, 10. Oktober 2009




Ihr wollt Kanada durch unsere Augen sehen? Na dann mal los *hihi*













Oh Canada, my love......
habt ihr jemals "Lisa and Julia on the rocks" genossen? Nein? Dann wär heute der richtige Tag dafür gewesen. Um euch nun auf den Geschmack zu bringen und euch das Rezept für einen rundum perfekten und eisgekühlten Tag zu liefern, hier einige Details:

1. Man nehme Lisa und Julia und zwei Brasilianer (Chris und Dimetrios), die ein Auto besitzen
2. schicke sie auf den Highway nach Nordwesten Richtung kanadische Rocky Mountains
3. bestelle eine Etage höher Sonnenschein und Schnee bei -16 Grad
4. habe zusätzlich eine unglaublich nette Vermieterin, die ein Lunchpaket mit Keksen, hot chocolate, Suppe, Bonbons, Infomaterial und einem Handy für den Notfall packt
5. gebe ihnen genug Zeit und Geld mit, um die Gondel auf den Gipfel des Sulphur Mountain besteigen zu können
6. packe sie in die dicksten Winterjacken ein, damit sie es zu Fuß nach Samson´s Peek (einem Aussichtspunkt) schaffen
7. fahre sie dann noch zum Fairmont Springs Hotel und den Hot Springs Banff
8. lasse sie schließlich noch die Banffer Einkaufsmeile unsicher machen
9. fahre sie dann wieder nach Hause (in Calgary)
10. und begrüße sie zum krönenden Abschluss mit einer super Chili con Carne

So sah er aus, unser Tag im Winter-Wonderland....was soll man noch sagen? Wir sind einfach nur sprachlos und grüßen euch in ganz leisen Tönen und mit einigen "Blickfängen"

Freitag, 9. Oktober 2009

Hier bin ich auch schon wieder:
Nachdem ich die letzten Tage mit den Posts etwas geschludert habe, möchte ich euch jetzt gerne nochmal auf den neusten Stand bringen. Also...wo soll ich bloß anfangen???
Vorgestern haben wir mit Claire und Martin zusammen einen Großeinkauf gemacht. Zuerst ging es zu Coop (das dürfte der ein oder andere ja kennen), wo einem an der Kasse viele nette Männer helfen, die Einkäufe in Tüten zu packen und ans Auto zu tragen: Unvorstellbar für deutsche Verhältnisse...später ging es dann noch ins Einkaufsparadies Costco, was sich für Lisa und mich anfühlte wie der Himmel auf Erden: Und das nicht einmal, weil wir soviele tolle Sachen zum kaufen gefunden hätten..nein, sondern vielmehr, weil alle paar Meter kleine Stände aufgebaut waren, an denen man viele kleine Köstlichkeiten probieren konnte. Angefangen bei chocolate cheese cake über Fudge, Nutella, Kaffee haben wir uns den Wanst voll geschlagen......ein Stückchen weiter konnte man dann Leitern zur Probe besteigen bevor man sie kauft. Das haben wir uns gespart, denn wir haben einen eigenen Code für die Alarmanlage im Haus so, dass wir hoffentlich nie zum Fenster rein müssen, was ja jetzt nach den Leckereien von Costco eh´nicht mehr funktionieren würde *hihi*. Hhm was gibts noch zu erzählen? Ah da fällt mir noch was ein: Am Sonntag ist Thanksgiving und da wir ja so Spitzenköche sind haben wir uns angeboten mit Marshmallows überbackene Süßkartoffeln zu machen. Das haben wir dann gestern erstmal probegekocht, damit Sonntag auch nichts schief geht. Allerdings hatten wir die Reihenfolge im Rezept nicht beachtet und wir haben die Sweetpotatoes vorm Kochen geschält und gestückelt- das hätte uns fast um den Verstand gebracht, diese Dinger sind nämlich sowas von widerspenstig. Aber jetzt wissen wir es besser und Sonntag kommen sie erstmal in heißes Wasser. Generell was es ganz lecker, aber noch nicht optimal: wir arbeiten daran. Heute waren wir noch die Reste für Sonntag einkaufen, denn morgen gehts auf einen Tagesausflug nach Banff (in die Rocky Mountains); dann heißt es früh aufstehen und warm anziehen. Im Moment zeigt das Thermometer -4 Grad an, hört sich erstmal nicht so kalt an, ist es aber. Also für den Fall, dass ihr uns mal richtig "knackig" sehen wollt, stell ich nächsten Tag nochmal ein paar frostige Fotos rein.
Ich hoffe sehr, dass es euch dort am anderen Ende der Leitung gut ergeht, dass euch unsere Erlebnisse aus der fremden Welt ein Lächeln auf die Lippen zaubern und, dass sich ein bisschen von unserer Freude (hier zu sein) auf den langen Weg nach Deutschland macht, um euch zu erreichen.
In Gedanken ganz oft bei euch, die Jule

Für all´die Zuhause gebliebenen, denen es nicht so gut geht wie uns hier:

When I am down and, oh my soul so weary
When troubles come and my heart burdened be;
Then, I am still and wait here in the silence,
Until you come and sit a while with me.

You raise me up, so I can stand on mountains;
You raise me up, to walk on stormy seas;
I am strong, when I am on your shoulders;
You raise me up... To more than I can be.

There is no life - no life without its hunger;
Each restless heart beats so imperfectly;
But when you come and I am filled with wonder,
Sometimes, I think I glimpse eternity.

Dienstag, 6. Oktober 2009


Smiling like the Calgarian sun ;)

Liebe Leser ;)
Eingepackt in eine dicke Winterjacke und mit Schal und Mütze bewaffnet, eisige Temperaturen erwartend haben Liesl und ich heute morgen das Haus verlassen, um schließlich festzustellen, dass......surprise, surprise der Sommer zurück gekehrt war ;) Also schnell wieder runter ins Zimmer- Winterklamotten aus, Sonnenbrille auf (naja fast).
Weiterhin haben wir heute ein wenig Downtown unsicher gemacht, nachdem wir zunächst das ein oder andere Mal....hhm wie soll ich sagen...naja...alternative Wege gewählt haben, die uns allerdings nicht ans Ziel führten. Wir haben also kurz gesagt ne Runde um den Block gedreht bis wir eine Bushaltestelle Richtung Downtown gefunden haben. Es war traumhaft-am Ufer des Bow Rivers haben wir das Nichtstun genossen und auf dem Weg nach Hause gemerkt, dass wir unseren Abend gerne ähnlich gestalten möchten (also auch mit Nichtstun)- Abendessen fällt also auch knapp aus heute-schließlich warten vier Stapel DVD´s auf uns, natürlich nur zu Forschungszwecken......
So, es ist Zeit, meiner Mitbewohnerin, der lieben Liesl wieder mehr Aufmerksamkeit zu widmen-ich hoffe, dass es euch, den Zuhause gebliebenen auch so gut geht wie uns hier.
Viele sonnige Grüße aus Calgary....eure Jule

Montag, 5. Oktober 2009

...just to get an first impression..!

Ja, wir sind gut angekommen
ja, unsere Vermieter sind super
ja, wir haben auch schon eine Sozialversicherungsnummer und einen Bankaccount
ja, wir sprechen immer schön Englisch ;)
ja, das Wetter ist echt toll
und
ja, wir vermissen euch
ein ganz
klein
wenig
aber davon
ganz schön viel.....