Freitag, 26. Februar 2010

Ihr Lieben,
da uns nur noch zwei Tage im schönen Kanada bleiben, ist es an der Zeit, unsere letzte aufregende Woche mal noch schriftlich aufzuarbeiten, falls ihr das alles verkraften könnt ;)
Letzte Woche Mittwoch haben wir es endlich geschafft, zu einem Eishockey-Spiel in den Saddledome zu gehen. Mensch, war das aufregend. Im ersten Drittel konnten wir zwar nicht soviel sehen, da Herr Hirsche und Herr Breitkreuz (Spieler der gegnerischen Mannschaft aus Prince George) sich vor uns breit gemacht haben und den Blick aufs Spielfeld verdeckten. Doch wir haben immerhin mitbekommen, dass die Calgary Hitmen 5:1 gewonnen haben und die Prügelei am Spielende konnten wir auch in vollem Umfang beobachten. Dann wurden wir in der Pause auch noch auf einem Bildschirm eingeblendet und haben nett den anderen Zuschauern zu gewunken.
Donnerstag sind wir mal wieder ins Kino und haben uns "When in Rome" angeschaut- eine locker leichte Romantikkomödie, genau das, was wir hier brauchen so alleine in der weiten Welt *haha*.
Am Freitag waren wir im Ranchmans, dem Country-Club (aus Cool Runnings), um unseren Second Cup- Abschied zu feiern. Leider haben kurzfristig einige abgesagt aber lustig war es trotzdem. Bre-Ann, die wegen einer Augen-OP nicht kommen konnten hat uns per Kurier Sam ein Geschenk mitgeschickt: Zunächst einmal eine ganz tolle und liebe Karte und schließlich eine Cowboygürtelschnalle. Lisa hat eine mit einem Hufeisen, ich eine rosa Glitzerschnalle mit einem Pferd drauf ;) Leider sind unsere deutschen Gürtel nicht kompatibel und so hingen die Schnallen etwas lose. Das hat zu einem kleinen Problem auf der Toilette geführt. Ich habe voller Elan meinen Gürtel geöffnet, mich dann gewundert, wo meine Schnalle ist und im selben Moment einen Plumps gehört- Na dreimal dürft ihr raten, wo sie gelandet ist....im Klo. Da ich mit solchen Problemen hier mittlerweile Erfahrung habe, habe ich halt danach gefischt und tatsächlich wieder gefunden. Also, alles wieder im Lot. Aber noch war der Abend ja nicht zu Ende...Wieder am Tisch angekommen, kam eine Kellnerin mit Schnaps vorbei. Wir hatten schon abgelehnt, aber Sam ließ es sich nicht nehmen, uns einen auszugeben. Da Liesl ja keinen Alkohol drinkt, meinte die Kellnerin, dass sie für solche Fälle ein ganz besonderes Progrann hat. Aber zunächst war ich an der Reihe. Ich musste mich vor sie setzen, den Kopf in den Nacken tun und sie hat mir ein Pinnchen Baileys eingeflößt-soweit schön und gut. Dann war Lisa dran. Sie hat sich vor die Kellnerin gesetzt, bekam ein Pinnchen Wasser eingeflößt und bevor sie sich wehren konnte wurde sie von der Kellnerin umgedreht und mit dem Gesicht in deren üppiges Weideland gedrückt. Oh Mann, Lisas Gesicht war nicht von schlechten Eltern und ich wär fast vom Stuhl gefallen vor Lachen- manchmal sollte man ein Gläschen in Ehren halt doch nicht verwehren. Dieser Abend war auch Lieschen eine Lehre.
Den nächsten Abend ging es dann etwas zivilisierter zu: Abschiedsparty mit Freunden der Familie. Martin und Claire hatten sich schwer ins Zeug gelegt, ein leckeres Menü gezaubert und eine Torte gekauft. So hatten wir ein tolles Abendessen mit Jan und Ghislaine, Peter und Sheila, Barb, Lisa und Cris und mit der kleinen Louise. Und dann haben wir auch noch Geschenke bekommen: Von Sheila und Peter eine selbstgenähte Tasche und einen Kalender über die Canadian Rockies, von Barb ein kanadischen Schlüsselanhänger, von Ghislaine Kühlschrankmagneten (dazu meinte sie, dass wir die in Deutschland zu Geld machen könnten, wenn sie uns nicht gefallen, ne ne ne- als ob wir unsere Souvenirs verkaufen würden) und von Martin und Claire ein Armband. Es war ein schöner Abend, aber Ghislaine war wieder die Beste: Sie war schon auf dem Weg nach draußen, dreht sich nochmal kurz um und sagt: Ja, tschüß dann-wir sehen uns bestimmt nie mehr wieder. Ich musste mich zusammen reißen, dass ich nicht laut los lache-die ist echt zum schießen.
Sonntag haben wir einen ruhigen Tag gehabt und jetzt mach ich mal kurz eine Koffer-pack-Pause, bevor ich euch erzähle, wie sensationell wir in diese Woche gestartet sind. Also, nach einer kurzen Pause geht es weiter........

Mittwoch, 17. Februar 2010




Ronald McDonald House


Alberta Children´s Hospital
Good Morning,
nachdem ich nicht mehr schlafen konnte, habe ich gedacht, dass ich mich mal wieder meinem Blog widmen könnte.
Gestern waren wir ein letztes Mal im Ronald McDonald House und es war wieder mal toll. Es ist nur so unglaublich schlimm, dort Kinder wiederzusehen, die schon bei unserem allerersten Besuch dort waren. So war auch der kleine Mann da, den ich schon im Oktober mit meinem Klavierspiel fasziniert habe. Gestern kam er dann wieder strahlend angelaufen, als ich am Klavier saß. Echt süß. Das Essen war auch gut und die Platten waren alle leer geputzt so, dass wir nachher ausser spülen, desinfinzieren etc. nicht viel zu tun hatten. Also bin ich schnell wieder ans Klavier geschlichen und hab vor mich hin geklimpert. Martin hat sich dann einen bequemen Sessel gesucht und ich hab ihn in den Schlaf gesungen. Lisa hat sich schon gewundert, woher diese komische Geräusch kam: *schnarch, zzzz* hihi, es war Klein-Martin, der in süßen Träumen schlummerte. Die Gunst der Stunde haben wir genutzt, um noch ein wenig mit den Kids "Quatchi", das Olympiamaskottchen zu bauen und bemalen.
Dann hieß es auch dort Abschied nehmen und als die Mitarbeiter uns dann auch noch eine gute Heimreise gewünscht haben, wurde es wieder mal ganz, ganz schwer ums Herz.........
Heut geht es zum Eishockey in den Saddledome, wo nach dem gestrigen Gold für Kanada bestimmt gute Stimmung herrscht. In diesem Sinne: Hey, ho- Canada go!
Eure Jule

Dienstag, 16. Februar 2010




Die ganze Familie am Tower

Ein sportliches "Hallo" aus unserer kanadischen Heimat!
So, wo fange ich denn jetzt mal an?
Nach unserem Abschied von Second Cup haben wir erst mal ein wenig Zuhause getrauert, Frust geshoppt im Chinook.... .
Dann ging es letzten Donnerstag nochmal zum Calgary Tower. Ein Teil unseres Weihnachtsgeschenks für Martin und Claire war nämlich ein Gutschein für ein schickes Essen über den Dächern Calgarys. Es war ein toller Abend und mal wieder total lustig. Nachdem Claire nämlich alle möglichen Verlobungs-und Hochzeitsgeschichten erzählt hat, habe ich Martin gefragt, wie er denn um Claires Hand angehalten hat. Aber der Arme ist doch so vergesslich-so wurde er ein wenig verlegen, weil er sich einfach nicht erinnern konnten. Dann fing Claire auch noch an, nervös auf die Tischkante zu klopfen....bis der Groschen dann endlich fiel *hihi*. Wir haben den Abend genutzt, um schonmal ein wenig zusammen zu fassen, wie wir und die Whites die gemeinsame Zeit hier so empfunden haben. Wie das Resumée aussah, könnt ihr euch sicher denken. Mit Tränen in den Augen waren wir uns alle einig, dass es perfekt war und unsere Erwartungen viel mehr als erfüllt wurden.
Den nächsten Tag, am Eröffnungstag der Winter Olympics waren Liesl und ich in äußerst sportlicher Stimmung und sind zum Olympic Park Calgary von ´88, etwas ausserhalb der Stadt gefahren. Dort haben wir die Pisten gestürmt (leider ohne Skier, weil zu teuer), sind an der Bobbahn entlang bis ganz oben zu den Skisprungschanzen gelaufen und mit unseren selbstgebastelten Goldmedaillen aufs Siegerpodest geklettert, natürlich bis aufs oberste Treppchen. Ganz olympisch gestimmt haben wir Zuhause dann mit Daddy Martin die Eröffnungsfeier geguckt- ach wie rührend.
Seitdem gucken wir zugegeben ein bisschen zuviel Fernsehen. Da unser Herz fifty-fifty für Canada und Deutschland schlägt, sind unsere Gewinnchancen auch enorm gestiegen und vorgestern war es dann schließlich soweit- Wir hatten ein Herz aus purem Gold! Denn nicht nur die deutschen Bobfahrer hatten ganz schön abgesahnt, sondern auch Kanada konnte bei den dritten Winter Olympics innerhalb der eigenen "vier Wände" die allererste Goldmedaille Zuhause holen. Der neue Held der Nation ist Alex Bilodeau, ein nicht nur richtig goldiger, sondern auch absolut netter und medaillenwürdiger Kerl. Kanada ist auf jeden Fall total aus dem Häuschen und wir auch-vorallem Lisa, die gerade recherchiert, ob er noch Single ist ;)
Am Sonntag habe ich mit meinem ganzen Meiswinkler Clan geskypt. Andrea und Ina waren mit Klein-Josy zu Besuch. Ich war hin und weg-die Kleine ist ja so putzelig. Zum guten Schluß kam dann auch noch mein kleines Goldstück Paul vorbei und mein Tag war perfekt. Was freu ich mich, meine tolle Familie bald mal wieder live zu sehen....
Gestern haben wir uns dann unserer kanadischen Heimat auch noch historisch angenähert. Nach einer zweistündigen Autofahrt durch die Prärie Albertas und einem kurzen Toilettenstopp an einem der wenigen Bäume am Wegesrand standen wir auf einmal inmitten der Mondlandschaft Drumhellers und der Dinosaurier-Ausgrabungsstätte No. 1 in Kanada. Auf dem Weg dorthin hat mich ein komisches Gefühl ereilt. Neben traurigen Gedanken des Abschieds habe ich mich so glücklich gefühlt, dass es mich von innen die ganze Zeit geschaudert hat, weil dieses Land und die Erfahrung, die wir hier machen durften, mir einfach die Sprache verschlägt, was (wie ihr alle wisst) gar nicht so einfach ist ;)
Im Museum standen wir dann den Riesen der Vergangenheit gegnüber und haben uns anschließend auf verbotenen Wegen durch die Badlands gekämpft. Das alles geschah bei einem erneuten Chinook und strahlendem Sonnenschein. Gegen Sonnenuntergang haben wir uns dann auf den Heimweg gemacht. Um die Zeit zu füllen haben wir dann im Duett den Mouline Rouge-Medley gesungen: Ach, ich glaube das war die witzigste Autofahrt meines Lebens.
Heute geht es dann nochmal ins Ronald McDonald House zum Kochen, Klavier spielen etc. .
Bis es los geht widmen wir uns noch ein wenig den Olympics.
Ich freu mich schon so auf euch ;)...auch wenn noch ein paar Wochen zwischen heute und unserer Wiederkehr liegen.
Bis ganz bald
Eure Jule

Montag, 8. Februar 2010

Unser lieber Marv
Unsere Chefs
Lisa, Julia, Lindsay,
Crystal und Brynne

Crystal und Anita
Ashley, Mackenzie und wir zwei beide
Sam freut sich *grins*

Chelsea, Lisa, Julia, Rachael
Sam mit seinen Mädchen
Precious Germany,

Nach unserem letzten Eintrag ist zwar nicht viel passiert, aber dafür Dinge, die unser Leben für immer verändern.
Zunächst einmal waren wir am Freitag auf Sam´s (unser einziger männlicher Ex-Kollege) Geburtstag eingeladen in einen Laden namens Rusty Cage. Also sind wir mit dem Mini zum Chinook gedüst und haben ein Geschenk gekauft. Anschließend ging es dann in die Bar. Erst wurden wir mit unseren deutschen Ausweisen auch noch rein gelassen. Als es dann um´s Getränke bestellen ging mussten wir wieder unsere Ausweise zeigen- dann wurden wir rausgeschmissen, da die einzige gültige Verifikation der eigenen Person der Reisepass ist, den wir natürlich nicht immer dabei haben. Also sind wir schnell wieder nach Hause- Reisepässe eingepackt und zurück ins Rusty Cage, wo wir dann bis nachts um 2 gefeiert haben.
Den nächsten Morgen musste ich um 8 auf der Arbeit sein und nachdem Lindsay andauert gesagt hat: "Na geniesst du deinen letzten Tag, deine letzten Stunden, Minuten und Sekunden bei SC?" da ist mir mein Arsch auf Grundeis gegangen. Ich wollte doch noch gar nicht aufhören dort zu arbeiten... aber nach drei Monaten ist es wohl an der Zeit. Lisa kam dann kurz vor meinem Schichtende mit der Kamera vorbei, um ein wenig das festzuhalten, was unsere Zeit dort so unvergesslich gemacht hat: Der Kaffee, die Menschen (sowohl Kollegen als auch Kunden)....mir standen den ganzen Tag die Tränen in den Augen- es ist so schwer Abschied zu nehmen ohne zu wissen, ob man all die liebgewonnenen Freunde jemals wieder sieht. Nach unserem Shooting haben wir noch ein wenig im Second Cup gesessen und tief im Inneren schonmal Ade gesagt. Natürlich werden wir die kommenden Wochen noch auf den ein oder anderen Kaffee dort vorbei gehen und am 19. Februar findet auch noch eine Abschiedsparty statt. Und zwar im Ranchman´s- einem Country-Tanz-Club, der auch schon Kulisse in dem Film "Cool Runnings" war. Da wird dann richtig Tschüß gesagt mit Tränen, Abschiedsschmerz und allem drum und dran. Sam hat uns bei Facebook eine Nachricht hinterlassen in der steht, dass er auf die kanadischen Sicherheitskräfte am Flughafen vertraut, die hoffentlich bis Ende Februar rausgefunden hätten, dass wir an einem Al-Qaida-Trainingslager teilgenommen haben, damit wir auf die non-flight-Liste kommen und nicht ausreisen dürfen. Sogar unsere Kunden bombadieren uns schon mit "Wir-vermissen-euch-Nachrichten". Ach, das macht die ganze Sache nicht einfacher. Am Samstag im Second Cup haben wir dann so vor uns hin gesagt- Nur noch 3 Wochen- und da kamen Erinnerungen hoch: In unserer dritten Woche hier in Kanada saßen wir nämlich auch im Second Cup und haben gesagt- jetzt sind wir schon 3 Wochen hier. Wahnsinn wie die Zeit vergeht und wie gerne würden wir sie jetzt noch ein wenig aufhalten...
Eure Jule (mit einem lachenden und einem weinenden Auge)

Mittwoch, 3. Februar 2010

Ihr glaubt ja nicht, was ich gerade raus gefunden habe: Einer meiner täglichen Kunden bei Second Cup ist ein weltberühmter Schriftsteller. Er heißt Jeff Buick und schreibt Krimis. Uns ist schon aufgefallen, dass er jeden Tag an seinem Laptop sitzt, in Büchern rum kritzelt, Sachen rot markiert, Leute interviewt.....jetzt wissen wir warum. Am Samstag holen wir uns erstmal ein Autogramm.
*HIHI*
Nachdem ich letztes Mal ja von der Hochzeitsmesse berichtet habe, muss ich heute diesbezüglich etwas hinzu fügen: Ich habe gewonnen!
Und zwar nichts Geringeres als eine Woche all inclusive Canada-Urlaub. Hört sich erstmal ziemlich gut an. Hab mich auch schon richtig gefreut, doch dann kam ein klitzekleiner Haken. Diesen Gewinn hätte ich letzten Samstag mit meinem Verlobten abholen müssen. Da ich aber keinen Verlobten habe und der einzige potentielle, den ich auch auf die Gewinnkarte geschrieben habe Zuhause in Deutschland sitzt, istdieser Gewinn hinfällig. Tja, das wär ja auch zu schön gewesen.
Letzten Freitag waren wir bei unserer Kollegin Lindsay auf einem Make-up Abend eingeladen. Das war ja wieder genau das Richtige für uns. Auf dem Programm stand "Smoky Eyes": Nach tausend Schichten Make-up, Puder, Bronzer, Rouge und was weiß ich nicht alles mussten wir uns dann die Augen mit Eyeliner und Lidschatten und so schminken. Lisa und ich haben uns etwas blöd angestellt-uns fehlt einfach die Übung und das war echt richtig kompliziert. Ich hatte das Zeug überall nur nicht da wo es hin sollte. Mit ein bisschen Hilfe hatten wir schließlich auch sexy Augen. Im dunklen Wohnzimmer von Lindsay sah die Schminke, die ein Vermögen kosten sollte, noch nicht mal so schlecht aus, obwohl wir uns wie Clowns fühlten und zwischenzeitlich ziemlich frustriert waren. Aber Zuhause angekommen kam der große Schock: Ich glaube, wir haben noch nie so krank ausgesehen wie an diesem Abend. Und das schlimmste daran- der Mist ging noch nicht mal ab. Also haben wir gerubbelt und geschrubbt und geschäumt, bis wir uns im Spiegel wieder als uns selbst erkennen konnten. Aber lustig war es mit unserer lieben SC-Kundin Karen und unseren vielen tollen Kolleginnen auf jeden Fall. Die Schminke lassen wir seitdem trotzdem wieder lieber weg. Manchmal ist weniger eben doch mehr!!!
Am Montag hatten Liesl und ich frei, haben uns einen Mini geschnappt und sind zum Flaschendepot gefahren, um unser Leergut abzugeben. Dafür bekommt man immer ganz schön Geld. Dann sind wir zum Southcentre, einer unserer Lieblingsmalls gefahren, wo Liesl noch ein paar Mitbringsel und ich mir auch noch eine Kleinigkeit gekauft habe. Was es ist wird nicht verraten. Aber das interessiert euch auch bestimmt gar nicht ;)
Dann haben wir gestern gehört, dass doch tatsächlich die Uni schneefrei hat und wir sind natürlich wieder mal nicht da. Aber wir wollen uns ja nicht beschweren ;)
Heute waren Liesl und ich das vorletzte Mal arbeiten. Dann hatte ich wieder eine tolle Überraschung heute Morgen. Nachdem ich aus Langeweile auf der Arbeit eineinhalb Liter Tee getrunken habe, musste ich ganz dringend aufs Töpfchen. Es war natürlich besetzt und zwar ungefähr 20 Minuten lang, dann ging endlich die Tür auf und mir kam eine verstörte Frau entgegen und meinte, wir hätten ein Problem. Das hatte ich bereits in dem Moment bemerkt als ich schon in der Tür knöcheltief im Wasser stand. Super, da hat wohl wieder jemand das Klo verstopft und nichts gesagt und jetzt kam mir die ganze Scheiße entgegen. Da wir aber mittlerweile katastrophenerprobt sind, habe ich mich mutig in die Fluten gestürzt und erstmal versucht den Boden zu trocknen. Dann habe ich mit einem Pluncher, also einem Punger-keine Ahnung wie das auf hochdeutsch heißt, gepungt bis das Wasser wieder ablief. Glücklich, dass es vollbracht war habe ich meiner Chefin gesagt, dass wir die Toilette wieder in Betrieb nehmen können. Dann durfte ich Pause machen. Ich mich schön mit meinem Mittagessen hinten in den Pausenraum begeben, wo es dann plötzlich ziemlich "Scheiße" roch und das leider im wahrsten Sinne des Wortes. Es drangen plötzlich schrecklich Abgase aus dem Abfluss und verstänkerten mein Lunch und mich. Nachdem wieder alle alarmiert waren meinte meine Chefin ich sollte lieber raus gehen, bevor ich die ganzen Gase einatme und ich dürfte heute eine extra lange Pause machen. Das war aber auch ein furchtbarer Geruch, den ich irgendwann auch noch schmecken konnte. Bäääh. Schließlich hat einer unserer Kunden sich erbarmt, um dieses Ding zu reparieren, was da am rumstänkern war. Ich wage zu bezweifeln, dass der Versuch erfolgreich war, denn es stinkt immer noch. Doch ich durfte jetzt nach Hause gehen. Nun ist Liesl an der Reihe ein bisschen zu inhalieren. Ob wir wohl irgendwelche Folgeschäden davon tragen??? Man weiß es nicht. Das wär es natürlich, wenn uns jetzt der vorletzte Arbeitstag erkranken lässt.
Ja, was gibt es sonst noch?!? Ach ich glaube, dass es das erstmal war. Ich melde mich aber wieder und wünsche den lieben Urlaubern jetzt schonmal eine gute Heimreise und euch anderen, dass ihr immer wieder einen sicheren Weg durch den Schnee findet.
Herzliche Grüße
Eure Jule