Ein sportliches "Hallo" aus unserer kanadischen Heimat!
So, wo fange ich denn jetzt mal an?
Nach unserem Abschied von Second Cup haben wir erst mal ein wenig Zuhause getrauert, Frust geshoppt im Chinook.... .
Dann ging es letzten Donnerstag nochmal zum Calgary Tower. Ein Teil unseres Weihnachtsgeschenks für Martin und Claire war nämlich ein Gutschein für ein schickes Essen über den Dächern Calgarys. Es war ein toller Abend und mal wieder total lustig. Nachdem Claire nämlich alle möglichen Verlobungs-und Hochzeitsgeschichten erzählt hat, habe ich Martin gefragt, wie er denn um Claires Hand angehalten hat. Aber der Arme ist doch so vergesslich-so wurde er ein wenig verlegen, weil er sich einfach nicht erinnern konnten. Dann fing Claire auch noch an, nervös auf die Tischkante zu klopfen....bis der Groschen dann endlich fiel *hihi*. Wir haben den Abend genutzt, um schonmal ein wenig zusammen zu fassen, wie wir und die Whites die gemeinsame Zeit hier so empfunden haben. Wie das Resumée aussah, könnt ihr euch sicher denken. Mit Tränen in den Augen waren wir uns alle einig, dass es perfekt war und unsere Erwartungen viel mehr als erfüllt wurden.
Den nächsten Tag, am Eröffnungstag der Winter Olympics waren Liesl und ich in äußerst sportlicher Stimmung und sind zum Olympic Park Calgary von ´88, etwas ausserhalb der Stadt gefahren. Dort haben wir die Pisten gestürmt (leider ohne Skier, weil zu teuer), sind an der Bobbahn entlang bis ganz oben zu den Skisprungschanzen gelaufen und mit unseren selbstgebastelten Goldmedaillen aufs Siegerpodest geklettert, natürlich bis aufs oberste Treppchen. Ganz olympisch gestimmt haben wir Zuhause dann mit Daddy Martin die Eröffnungsfeier geguckt- ach wie rührend.
Seitdem gucken wir zugegeben ein bisschen zuviel Fernsehen. Da unser Herz fifty-fifty für Canada und Deutschland schlägt, sind unsere Gewinnchancen auch enorm gestiegen und vorgestern war es dann schließlich soweit- Wir hatten ein Herz aus purem Gold! Denn nicht nur die deutschen Bobfahrer hatten ganz schön abgesahnt, sondern auch Kanada konnte bei den dritten Winter Olympics innerhalb der eigenen "vier Wände" die allererste Goldmedaille Zuhause holen. Der neue Held der Nation ist Alex Bilodeau, ein nicht nur richtig goldiger, sondern auch absolut netter und medaillenwürdiger Kerl. Kanada ist auf jeden Fall total aus dem Häuschen und wir auch-vorallem Lisa, die gerade recherchiert, ob er noch Single ist ;)
Am Sonntag habe ich mit meinem ganzen Meiswinkler Clan geskypt. Andrea und Ina waren mit Klein-Josy zu Besuch. Ich war hin und weg-die Kleine ist ja so putzelig. Zum guten Schluß kam dann auch noch mein kleines Goldstück Paul vorbei und mein Tag war perfekt. Was freu ich mich, meine tolle Familie bald mal wieder live zu sehen....
Gestern haben wir uns dann unserer kanadischen Heimat auch noch historisch angenähert. Nach einer zweistündigen Autofahrt durch die Prärie Albertas und einem kurzen Toilettenstopp an einem der wenigen Bäume am Wegesrand standen wir auf einmal inmitten der Mondlandschaft Drumhellers und der Dinosaurier-Ausgrabungsstätte No. 1 in Kanada. Auf dem Weg dorthin hat mich ein komisches Gefühl ereilt. Neben traurigen Gedanken des Abschieds habe ich mich so glücklich gefühlt, dass es mich von innen die ganze Zeit geschaudert hat, weil dieses Land und die Erfahrung, die wir hier machen durften, mir einfach die Sprache verschlägt, was (wie ihr alle wisst) gar nicht so einfach ist ;)
Im Museum standen wir dann den Riesen der Vergangenheit gegnüber und haben uns anschließend auf verbotenen Wegen durch die Badlands gekämpft. Das alles geschah bei einem erneuten Chinook und strahlendem Sonnenschein. Gegen Sonnenuntergang haben wir uns dann auf den Heimweg gemacht. Um die Zeit zu füllen haben wir dann im Duett den Mouline Rouge-Medley gesungen: Ach, ich glaube das war die witzigste Autofahrt meines Lebens.
Heute geht es dann nochmal ins Ronald McDonald House zum Kochen, Klavier spielen etc. .
Bis es los geht widmen wir uns noch ein wenig den Olympics.
Ich freu mich schon so auf euch ;)...auch wenn noch ein paar Wochen zwischen heute und unserer Wiederkehr liegen.
Bis ganz bald
Eure Jule
So, wo fange ich denn jetzt mal an?
Nach unserem Abschied von Second Cup haben wir erst mal ein wenig Zuhause getrauert, Frust geshoppt im Chinook.... .
Dann ging es letzten Donnerstag nochmal zum Calgary Tower. Ein Teil unseres Weihnachtsgeschenks für Martin und Claire war nämlich ein Gutschein für ein schickes Essen über den Dächern Calgarys. Es war ein toller Abend und mal wieder total lustig. Nachdem Claire nämlich alle möglichen Verlobungs-und Hochzeitsgeschichten erzählt hat, habe ich Martin gefragt, wie er denn um Claires Hand angehalten hat. Aber der Arme ist doch so vergesslich-so wurde er ein wenig verlegen, weil er sich einfach nicht erinnern konnten. Dann fing Claire auch noch an, nervös auf die Tischkante zu klopfen....bis der Groschen dann endlich fiel *hihi*. Wir haben den Abend genutzt, um schonmal ein wenig zusammen zu fassen, wie wir und die Whites die gemeinsame Zeit hier so empfunden haben. Wie das Resumée aussah, könnt ihr euch sicher denken. Mit Tränen in den Augen waren wir uns alle einig, dass es perfekt war und unsere Erwartungen viel mehr als erfüllt wurden.
Den nächsten Tag, am Eröffnungstag der Winter Olympics waren Liesl und ich in äußerst sportlicher Stimmung und sind zum Olympic Park Calgary von ´88, etwas ausserhalb der Stadt gefahren. Dort haben wir die Pisten gestürmt (leider ohne Skier, weil zu teuer), sind an der Bobbahn entlang bis ganz oben zu den Skisprungschanzen gelaufen und mit unseren selbstgebastelten Goldmedaillen aufs Siegerpodest geklettert, natürlich bis aufs oberste Treppchen. Ganz olympisch gestimmt haben wir Zuhause dann mit Daddy Martin die Eröffnungsfeier geguckt- ach wie rührend.
Seitdem gucken wir zugegeben ein bisschen zuviel Fernsehen. Da unser Herz fifty-fifty für Canada und Deutschland schlägt, sind unsere Gewinnchancen auch enorm gestiegen und vorgestern war es dann schließlich soweit- Wir hatten ein Herz aus purem Gold! Denn nicht nur die deutschen Bobfahrer hatten ganz schön abgesahnt, sondern auch Kanada konnte bei den dritten Winter Olympics innerhalb der eigenen "vier Wände" die allererste Goldmedaille Zuhause holen. Der neue Held der Nation ist Alex Bilodeau, ein nicht nur richtig goldiger, sondern auch absolut netter und medaillenwürdiger Kerl. Kanada ist auf jeden Fall total aus dem Häuschen und wir auch-vorallem Lisa, die gerade recherchiert, ob er noch Single ist ;)
Am Sonntag habe ich mit meinem ganzen Meiswinkler Clan geskypt. Andrea und Ina waren mit Klein-Josy zu Besuch. Ich war hin und weg-die Kleine ist ja so putzelig. Zum guten Schluß kam dann auch noch mein kleines Goldstück Paul vorbei und mein Tag war perfekt. Was freu ich mich, meine tolle Familie bald mal wieder live zu sehen....
Gestern haben wir uns dann unserer kanadischen Heimat auch noch historisch angenähert. Nach einer zweistündigen Autofahrt durch die Prärie Albertas und einem kurzen Toilettenstopp an einem der wenigen Bäume am Wegesrand standen wir auf einmal inmitten der Mondlandschaft Drumhellers und der Dinosaurier-Ausgrabungsstätte No. 1 in Kanada. Auf dem Weg dorthin hat mich ein komisches Gefühl ereilt. Neben traurigen Gedanken des Abschieds habe ich mich so glücklich gefühlt, dass es mich von innen die ganze Zeit geschaudert hat, weil dieses Land und die Erfahrung, die wir hier machen durften, mir einfach die Sprache verschlägt, was (wie ihr alle wisst) gar nicht so einfach ist ;)
Im Museum standen wir dann den Riesen der Vergangenheit gegnüber und haben uns anschließend auf verbotenen Wegen durch die Badlands gekämpft. Das alles geschah bei einem erneuten Chinook und strahlendem Sonnenschein. Gegen Sonnenuntergang haben wir uns dann auf den Heimweg gemacht. Um die Zeit zu füllen haben wir dann im Duett den Mouline Rouge-Medley gesungen: Ach, ich glaube das war die witzigste Autofahrt meines Lebens.
Heute geht es dann nochmal ins Ronald McDonald House zum Kochen, Klavier spielen etc. .
Bis es los geht widmen wir uns noch ein wenig den Olympics.
Ich freu mich schon so auf euch ;)...auch wenn noch ein paar Wochen zwischen heute und unserer Wiederkehr liegen.
Bis ganz bald
Eure Jule
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