Freitag, 20. November 2009
Schönes Wetter, Schokolade und Schißlaine....die SCH´s, die unseren Alltag prägen
SCH No. 1: dazu kann man sagen, dass das Wetter unglaublicherweise seit ca. drei Wochen ununterbrochen ganz schön (s)charmant ist. Für uns war diese bombastische Wetterlage die letzten Tage nur schwerlich zu ertragen, aufgrund SCH No. 2 und 3.
SCH No. 2: am Anfang war SCH No. 2 noch schrecklich wohlschmeckend, das ließ aber schließlich nach, nachdem wir bis zum Schlechtsein geschnuckt hatten. Schon wieder eine Leidenschaft weniger. Zu allem Überfluss schwirrt ja auch noch SCH No.3 in unserem schwungvollen kanadischen Leben umher.
SCH No. 3: hat uns ja schließlich ins kalte Wasser geschmissen und uns für drei Tage zu den (S)chefs ihres Schokoladengeschäfts ernannt. Ganz schön schwierig, kann ich euch sagen, da sie uns schlecht eingearbeitet hat und das Wichtigste schlichtweg vergessen hat zu erklären. Kunden schauten kaum vorbei, da die Schokolade nicht für jeden erschwinglich ist und schließlich kam auch noch eine Großbestellung vom S(c)heraton Hotel rein und da hieß es Arschbacken zusammen kneifen und mit allen Schikanen VIP-Schokopäckchen zu schnüren. Ich meine, wir haben es geschafft, aber wir sind schon ganz schön ins Schwitzen gekommen. Seitdem nennen wir Ghislaine liebevoll Schißlaine, weil wir etwas schockiert von ihrer Erscheinungsform als Geschäftsführerin und Leitschaf des Schokoladenschlaraffenlands sind.
Achtung, Achtung ich begebe mich nun in eine erstmal SCH-freie Zone: Unsere Zukunft!
Das Wetter soll nun etwas winterlicher bzw. erstmal kälter werden. Deshalb nutzen wir unseren freien Sonntag um mit Claire zusammen Christmas-Pudding und -Cake zu machen und alles für unsere mittlerweile 19-Mann starke Weihnachtsfeier am 28.11. vorzubereiten. Das wird bestimmt super. Im Second Cup läuft auch alles rund und wir passen sehr gut in die Mitte unserer verrückten, immer fröhlichen Kolleginnen. Der Spaßfaktor ist immens und die Arbeit fällt uns auch immer leichter. Zudem bekommen wir dafür noch Geld-was will man mehr. Unsere Freizeit leidet im Moment zwar etwas, aber das wird bestimmt demnächst auch wieder anders. Ansonsten gibt es im Moment glaube ich nichts prickelndes zu erzählen.
Ich sende euch liebste Grüße, ganz besonders aber meinem kleinen Goldstück Paul (ich hoffe, es geht dir wieder besser)
Bleibt gesund und munter
Eure Jule
SCH No. 1: dazu kann man sagen, dass das Wetter unglaublicherweise seit ca. drei Wochen ununterbrochen ganz schön (s)charmant ist. Für uns war diese bombastische Wetterlage die letzten Tage nur schwerlich zu ertragen, aufgrund SCH No. 2 und 3.
SCH No. 2: am Anfang war SCH No. 2 noch schrecklich wohlschmeckend, das ließ aber schließlich nach, nachdem wir bis zum Schlechtsein geschnuckt hatten. Schon wieder eine Leidenschaft weniger. Zu allem Überfluss schwirrt ja auch noch SCH No.3 in unserem schwungvollen kanadischen Leben umher.
SCH No. 3: hat uns ja schließlich ins kalte Wasser geschmissen und uns für drei Tage zu den (S)chefs ihres Schokoladengeschäfts ernannt. Ganz schön schwierig, kann ich euch sagen, da sie uns schlecht eingearbeitet hat und das Wichtigste schlichtweg vergessen hat zu erklären. Kunden schauten kaum vorbei, da die Schokolade nicht für jeden erschwinglich ist und schließlich kam auch noch eine Großbestellung vom S(c)heraton Hotel rein und da hieß es Arschbacken zusammen kneifen und mit allen Schikanen VIP-Schokopäckchen zu schnüren. Ich meine, wir haben es geschafft, aber wir sind schon ganz schön ins Schwitzen gekommen. Seitdem nennen wir Ghislaine liebevoll Schißlaine, weil wir etwas schockiert von ihrer Erscheinungsform als Geschäftsführerin und Leitschaf des Schokoladenschlaraffenlands sind.
Achtung, Achtung ich begebe mich nun in eine erstmal SCH-freie Zone: Unsere Zukunft!
Das Wetter soll nun etwas winterlicher bzw. erstmal kälter werden. Deshalb nutzen wir unseren freien Sonntag um mit Claire zusammen Christmas-Pudding und -Cake zu machen und alles für unsere mittlerweile 19-Mann starke Weihnachtsfeier am 28.11. vorzubereiten. Das wird bestimmt super. Im Second Cup läuft auch alles rund und wir passen sehr gut in die Mitte unserer verrückten, immer fröhlichen Kolleginnen. Der Spaßfaktor ist immens und die Arbeit fällt uns auch immer leichter. Zudem bekommen wir dafür noch Geld-was will man mehr. Unsere Freizeit leidet im Moment zwar etwas, aber das wird bestimmt demnächst auch wieder anders. Ansonsten gibt es im Moment glaube ich nichts prickelndes zu erzählen.
Ich sende euch liebste Grüße, ganz besonders aber meinem kleinen Goldstück Paul (ich hoffe, es geht dir wieder besser)
Bleibt gesund und munter
Eure Jule
Sonntag, 15. November 2009
Erstmal ein stürmisches und schon recht weihnachtliches "Hallo" aus Calgary!
Wie ihr vielleicht schon gemerkt habt sind wir nicht mehr ganz so fleißige Blogger wie zu Beginn unserer großen Reise. Das liegt einfach daran, dass wir arbeitstechnisch im Moment sehr eingespannt sind. Aber nichts desto trotz finden wir auch noch Zeit für andere Dinge.
So haben wir das Wochenende vor, zwischen und nach unseren Schichten bei SC damit zugebracht, alles in der 124 Brabourne Road weihnachtlich zu dekorieren. Denn schließlich findet am 28.11. unsere erste Weihnachtsparty hier Zuhause statt- zu diesem Termin muss also alles in weihnachtlichem Glanz erstrahlen. Wir haben uns allergrößte Mühe gegeben und gestern als Familienprojekt den Weihnachtsbaum zusammengebaut. Ja, ihr habt richtig gelesen: Zusammen gebaut. Er ist nämlich ein Artifakt ;) aber dennoch schön. Und das Beste an ihm ist: Man kann ihn sich so zurecht biegen, wie es einem beliebt. Er wurde dann liebevoll geschmückt, denn Kleider machen nicht nur Leute, sondern auch Bäume....aber nicht nur der Baum erhielt einen weihnachtlichen Touch, sondern auch das Treppengeländer, der Kamin (natürlich, wir glauben schließlich an Santa Clause) das Badezimmer-kurz gesagt, einmal Rundumschlag. Heute war dann die Aussenbeleuchtung dran, die an der Dachrinne entlang der ganzen Front unseres Hauses angebracht wurde. Martin stand oben auf der Leiter und wir haben ihn von unten festgehalten und ihm alle Utensilien angereicht. Er meinte dann irgendwann, wenn er das allein hätte machen müssen, dann wär er schon längst abgestürzt. Doch es ist alles glimpflich abgelaufen, abgesehen von der Tatsache, dass er auf dem letzten Stück mit seinem werten Hinterteil im Rosenbusch gelandet ist *hihi* wir hatten unseren Spaß. Schließlich gab es noch ein wenig Beleuchtung für die Terasse und die frisch gestutzen Büsche vorm Haus.
Claire und Martin waren ganz begeistert von unserer Hilfe und als Dankeschön durften wir gestern und heute mit ihnen dinnieren *schmatz, lecker, lecker*
Jetzt steht alles für unsere große Party.
So, nun folgt ein kleiner Wetterreport: Unser Thema dieses Wochenende war ja Weihnacht, Winter, Schnee....und als ich heute Morgen aus dem Fenster geschaut habe sah es schneetechnisch sehr vielversprechend aus. Der Himmel über Calgary war wolkenverhangen, es war windig, dunkel und es sah verdammt kalt aus.....solange bis dann Claire als erfahrener Calgarianer runter kam und meinte es gäb einen Chinook (das ist das, was ihr unten auf dem Foto sehen könnt). Für uns bedeutet das einen starken und warmen Westwind, der im Nu die Kaltfront vertreibt und somit müssen wir ab morgen für ca. drei Tage mit Temperaturen um die 15 Grad rechnen. Nicht schlecht oder? Zudem sieht das ganze Spektakel ganz schön dramatisch aus. Aber macht euch keine Sorgen, das ist nicht gefährlich und wir waren zu keiner Zeit ernsthaft bedroht ;)
Morgen ist unser großer Tag, wir leiten für drei Tage das Schokoladengeschäft! Wenn ihr danach nichts mehr von uns hören solltet, sind wir aufgrund einer Schokoladenüberfütterung geplatzt.
In diesem Sinne
Süße Grüße, eure Jule
Wie ihr vielleicht schon gemerkt habt sind wir nicht mehr ganz so fleißige Blogger wie zu Beginn unserer großen Reise. Das liegt einfach daran, dass wir arbeitstechnisch im Moment sehr eingespannt sind. Aber nichts desto trotz finden wir auch noch Zeit für andere Dinge.
So haben wir das Wochenende vor, zwischen und nach unseren Schichten bei SC damit zugebracht, alles in der 124 Brabourne Road weihnachtlich zu dekorieren. Denn schließlich findet am 28.11. unsere erste Weihnachtsparty hier Zuhause statt- zu diesem Termin muss also alles in weihnachtlichem Glanz erstrahlen. Wir haben uns allergrößte Mühe gegeben und gestern als Familienprojekt den Weihnachtsbaum zusammengebaut. Ja, ihr habt richtig gelesen: Zusammen gebaut. Er ist nämlich ein Artifakt ;) aber dennoch schön. Und das Beste an ihm ist: Man kann ihn sich so zurecht biegen, wie es einem beliebt. Er wurde dann liebevoll geschmückt, denn Kleider machen nicht nur Leute, sondern auch Bäume....aber nicht nur der Baum erhielt einen weihnachtlichen Touch, sondern auch das Treppengeländer, der Kamin (natürlich, wir glauben schließlich an Santa Clause) das Badezimmer-kurz gesagt, einmal Rundumschlag. Heute war dann die Aussenbeleuchtung dran, die an der Dachrinne entlang der ganzen Front unseres Hauses angebracht wurde. Martin stand oben auf der Leiter und wir haben ihn von unten festgehalten und ihm alle Utensilien angereicht. Er meinte dann irgendwann, wenn er das allein hätte machen müssen, dann wär er schon längst abgestürzt. Doch es ist alles glimpflich abgelaufen, abgesehen von der Tatsache, dass er auf dem letzten Stück mit seinem werten Hinterteil im Rosenbusch gelandet ist *hihi* wir hatten unseren Spaß. Schließlich gab es noch ein wenig Beleuchtung für die Terasse und die frisch gestutzen Büsche vorm Haus.
Claire und Martin waren ganz begeistert von unserer Hilfe und als Dankeschön durften wir gestern und heute mit ihnen dinnieren *schmatz, lecker, lecker*
Jetzt steht alles für unsere große Party.
So, nun folgt ein kleiner Wetterreport: Unser Thema dieses Wochenende war ja Weihnacht, Winter, Schnee....und als ich heute Morgen aus dem Fenster geschaut habe sah es schneetechnisch sehr vielversprechend aus. Der Himmel über Calgary war wolkenverhangen, es war windig, dunkel und es sah verdammt kalt aus.....solange bis dann Claire als erfahrener Calgarianer runter kam und meinte es gäb einen Chinook (das ist das, was ihr unten auf dem Foto sehen könnt). Für uns bedeutet das einen starken und warmen Westwind, der im Nu die Kaltfront vertreibt und somit müssen wir ab morgen für ca. drei Tage mit Temperaturen um die 15 Grad rechnen. Nicht schlecht oder? Zudem sieht das ganze Spektakel ganz schön dramatisch aus. Aber macht euch keine Sorgen, das ist nicht gefährlich und wir waren zu keiner Zeit ernsthaft bedroht ;)
Morgen ist unser großer Tag, wir leiten für drei Tage das Schokoladengeschäft! Wenn ihr danach nichts mehr von uns hören solltet, sind wir aufgrund einer Schokoladenüberfütterung geplatzt.
In diesem Sinne
Süße Grüße, eure Jule
Dienstag, 10. November 2009
Ich schon wieder!
Heut ist noch nichts Großartiges passiert, aber dafür viele kleine Dinge, die mich sehr positiv stimmen: Sonnenschein, ein Brief von meiner lieben Mama, ein wieder voller Kühlschrank, ich muss heute nicht arbeiten, wir sind gesund und munter, haben gut geschlafen und bei unserer Bank einen Scheck geholt, damit unser Boss morgen unser erstes Gehalt überweisen kann. Das sind doch genug Gründe, um glücklich zu sein und euch einfach mal schnell zu schreiben, oder? Hoffe bei euch zeigt die Gute-Laune-Skala ein ähnlich gutes Ergebnis an!?!
Liebe Grüße und einen erholsamen Abend
Eure Jule
Heut ist noch nichts Großartiges passiert, aber dafür viele kleine Dinge, die mich sehr positiv stimmen: Sonnenschein, ein Brief von meiner lieben Mama, ein wieder voller Kühlschrank, ich muss heute nicht arbeiten, wir sind gesund und munter, haben gut geschlafen und bei unserer Bank einen Scheck geholt, damit unser Boss morgen unser erstes Gehalt überweisen kann. Das sind doch genug Gründe, um glücklich zu sein und euch einfach mal schnell zu schreiben, oder? Hoffe bei euch zeigt die Gute-Laune-Skala ein ähnlich gutes Ergebnis an!?!
Liebe Grüße und einen erholsamen Abend
Eure Jule
Montag, 9. November 2009
Nun ist es Gewissheit: Unsere Chefin hat definitv die Schweinegrippe! Die ist jetzt bis Samstag unter Quarantäne und im Moment gehts ihr richtig schlecht. Wir waschen immer schön fleißig die Hände, nehmen Desinfektionsmittel und hoffen, dass wir uns nicht anstecken. Direkt neben unserer Arbeit haben sie nämlich jetzt zu allem Überfluss auch noch eine Impfstation für Risikogruppen aufgemacht. Aus Impfstoffmangel werden überhaupt nur noch Risikogruppen geimpft- wir sind also raus. Aber wie sagt Claire immer so schön: "Fingers crossed", dass wir gesund bleiben und die Schweinegrippe sich jetzt langsam aus dem Staub macht. Noch was Lustiges zum Schluss: Meine Kolleginnen auf der Arbeit haben heut gefragt wie der "swine flu" auf deutsch heißt und da sie "Schweinegrippe" nicht aussprechen konnten habe ich gesagt, dass sie einfach H1N1 auf deutsch sagen können, was sich dann wie folgt anhörte:
"Heinz en eins"
In diesem Sinne liebe Grüße an alle (auch an die, die nicht Heinz heißen)
Jule
"Heinz en eins"
In diesem Sinne liebe Grüße an alle (auch an die, die nicht Heinz heißen)
Jule
So, heute mal kurz und schmerzlos: Wir arbeiten und arbeiten und arbeiten und unsere gemeinsame Zeit ist auf ein Minimum geschrumpft. Es gelingt uns noch gerade, gemeinsam zu Abend zu essen bevor wir nebeneinander vorm Fernsehen einschlafen. Aber ganz so unspektakulär wie es sich anhört ist es nicht, unsere Chefin hat nämlich vielleicht die Schweinegrippe-es bleibt also spannend. Zudem hat George auch richtig schlimm die Grippe, wir gehen ihm also aus dem Weg ;) Heute und morgen sind wir also bei Second Cup am rackern. Mittwoch und Donnerstag gehen wir zur Ghislaine zum Einarbeiten, Freitag bis Sonntag dann wieder zu Second Cup etc....wegen der ganzen Arbeiterei schaffen wir es diese Woche noch nicht mal ins Ronald Mc Donald House-wie schade. Sonst gibt es eigentlich nicht viel Neues....wir halten euch aber auf dem Laufenden ;)
Hoffentlich habt ihr bisher auch alle "Schwein" gehabt und seid den H1N1-Viren so gut es geht aus dem Weg gegangen.
Gesunde und tierisch herzliche Grüße aus dem jetzt wieder kalten Calgary
Jule
Hoffentlich habt ihr bisher auch alle "Schwein" gehabt und seid den H1N1-Viren so gut es geht aus dem Weg gegangen.
Gesunde und tierisch herzliche Grüße aus dem jetzt wieder kalten Calgary
Jule
Freitag, 6. November 2009
Eine Woche nichts gepostet, aber nicht weil nichts passiert ist, sondern ganz im Gegenteil soviel, dass wir uns selbst kaum noch folgen können. Deshalb übermittel ich euch jetzt, damit es übersichtlich bleibt quasi einen Tagesplan, was wir die letzten Minuten, Stunden, Tage so alles erlebt haben.
Angefangen bei Samstag: Nach der freudigen Nachricht, dass wir beide einen Job bei Second Cup ergattert haben, sind wir erstmal auf den Spielplatz gegangen und haben uns ausgetobt und unser Leben in vollen Zügen genossen. Man ist ja immer nur so alt wie man sich fühlt und an dem Tag fühlten wir uns wie neu geboren. Aber eine Sache hatten wir längst vergessen- wie hungrig es macht, den ganzen Tag zu wippen, schaukeln, rutschen, toben. Zum Glück waren wir abends zu Georges Geburtstagsdinner ins Cheesecake Cafe eingeladen und konnten unsere Batterien wieder kräftig auffüllen. Nach einem Cheddar-Cheeseburger und einem Triple Chocolate Fudge Cake fühlte ich mich wie ein ganz schön dickes Kind: Das hat sich aber wieder gelegt ;)
Sonntag: Nach einer schnellen Shoppingtour bei GAP, wo Lieschen eine schwarze Hose zum Arbeiten gekauft hat, haben wir uns mit Scott (dem jüngeren Sohn der Whites) getroffen, um Downtown unsicher zu machen. Beim erstbesten Chinesen haben wir dann ein Mittagspäuschen eingelegt, bei dem dann ans Licht kam, dass Scott ein Fan der deutschen Sprache, Musik und Kultur ist. Seine deutschen Sprachkenntnisse waren ganz schön beeindruckend. Zunächst hat er uns ein deutsches Lied von David Hasselhoff, den er als Inbegriff von Maskulinität versteht *hahahaha* vorgesungen: "Düüü bist als for me" Na alles klar? Also wir haben so gut wie nichts verstanden. Desweiteren mochte er den Satz: "Mein lieber Herr Gesangsverein"und den Ausdruck "Grüß Gott". Uns hat er immer "German Barbies" genannt und dann war er noch der festen Überzeugung "Überschnauzer" wär ein wichtiges Wort im deutschen Sprachraum-wir haben ihn in dem Glauben gelassen. Dann hat er uns noch erzählt, dass Franz Baur ja auch unglaubliche gute deutsche Musik macht...wer auch immer der Mann ist...Geschmäcker sind zum Glück verschieden. Ach ja, unsere Heimat ist ja so idyllisch wegen unseren Holzhäusern und den riesen Blumenkästen am Balkon......???
Nach diesem recht amüsanten Lunch hat er uns noch seinem Arbeitskollegen beim Sicherheitsdienst vorgestellt, wir durften uns ein wenig Verbrecherfotos anschauen, mit Handschellen und Messern spielen und zu guter letzt hat er uns noch umsonst ins Kino, in den Film "Couples Retreat" geschleust, wo wir uns wortwörtlich gebogen haben vor Lachen. Dieses Lachen verging uns aber schnell als wir feststellten, dass wir unseren letzten Bus nach Hause verpasst hatten. Calgary ist zum Glück kein ödes Kaff und hier fährt mehr als eine Buslinie in diesselbe Richtung-also haben wir es doch noch nach Hause geschafft. Juppieee
Montag: Das chinesische Essen war nicht optimal verdaulich und wir sind den ganzen Tag im Staffellauf auf Toilette gelaufen, dazu noch die Aufregung, dass sich Second Cup noch nicht wieder gemeldet hatte-wir fühlten uns miserabel. Dann der erlösende Anruf, dass wir Dienstag zu Second Cup kommen sollten, ein paar Hände voller Cheerios, eine Dosis "Say yes to the dress" und wir waren wieder generalüberholt.
Dienstag: Morgens haben wir uns frisch und schön gemacht, um bei unserem neuen Chef einen ordentlichen Eindruck zu hinterlassen. Nach einigem Papierkram hat er uns dann ca. 2 Stunden alles über Kaffeefarmen, -sorten, -bohnen, -röstung.........erzählt. Viele dieser Informationen haben uns jedoch nur sanft gestreift. Unser Gehirn war schlichtweg überlastet. Zusätzlich zu dem Lifetraining im Laden müssen wir ein kleines Studium am Computer absolvieren. Aber ich kann euch sagen, leichter gesagt als getan. Die Welt des Kaffees ist kein purer Genuss, sondern viel, viel, viel Arbeit.
Mittwoch war dann schon unser erster Arbeitstag und wir mussten in verschiedenen Schichten die Kasse bedienen: Ein Universum für sich-und soviele Knöpfe, die man besser nicht drückt: Das haben wir natürlich erst festgestellt, nachdem wir sie bereits gedrückt hatten. Aber wir entwickeln immer mehr vielversprechende Kampfmethoden, um unseren Gegner, die Kasse zu besiegen. Zudem wusste jeder zweite schon genaustens über uns Bescheid und unsere Kunden begrüßten uns zu unserem Erstaunen mit Namen. Plötzlich kam so ein Alter rein und meinte "Julia bist du verheiratet, weil ich hab da einen Freund, der noch ´ne deutsche Frau sucht". Das habe ich schnell abgewimmelt oder würde das bei euch auf Begeisterung stoßen, wenn ich einen 60 Jahre alten Knacker mit nach Hause bringen würde??? (Sorry an alle meinen lieben Leser, die dieses unglaubliche Alter auch schon erreicht haben-ihr seid natürlich viel fittere alte Knacker als die hier ;)) Als ich nach meiner Schicht nach Hause kam, hat mich "Mutter Liesl" schon mit einem tollen Abendessen erwartet. Unterm Strich konnte unser erster Tag bei der Starbucks-Konkurrenz Nummer 1 also als erfolgreich abgestempelt werden.
Donnerstag: Gestern musste nur Lieschen ran, ich hatte frei und als sie weg war, war ich plötzlich sooooooooooooooo einsam, wir haben schließlich die letzen vier Wochen Tag und Nacht gemeinsam verbracht. Also habe ich mich irgendwann auf den Weg gemacht und sie von der Arbeit abgeholt. Wir durften uns sogar noch einige Sachen zum Frühstück einpacken-umsonst. Lecker, lecker.
Heute Freitag: Von wegen "Frei"tag-ich musste arbeiten und das auch noch nach einer nicht ganz so erholsamen Nacht. Zudem war heut ganz schön was los im Land des Kaffees. Unglaublich, was man hier an einem Tag alles so lernt, aber es macht Spaß. Nach meiner Schicht bin ich total erschöpft auf der Couch niedergesunken. Doch jetzt, nach einem schönen Spaziergang im sonnigen Braeside ist der Kopf wieder frei (für neue Flausen). Deshalb muss ich an dieser Stelle auch Schluss machen.....
Liebe, sonnige und fröhliche Grüße aus dem wilden, witzigen Westen
Jule
Angefangen bei Samstag: Nach der freudigen Nachricht, dass wir beide einen Job bei Second Cup ergattert haben, sind wir erstmal auf den Spielplatz gegangen und haben uns ausgetobt und unser Leben in vollen Zügen genossen. Man ist ja immer nur so alt wie man sich fühlt und an dem Tag fühlten wir uns wie neu geboren. Aber eine Sache hatten wir längst vergessen- wie hungrig es macht, den ganzen Tag zu wippen, schaukeln, rutschen, toben. Zum Glück waren wir abends zu Georges Geburtstagsdinner ins Cheesecake Cafe eingeladen und konnten unsere Batterien wieder kräftig auffüllen. Nach einem Cheddar-Cheeseburger und einem Triple Chocolate Fudge Cake fühlte ich mich wie ein ganz schön dickes Kind: Das hat sich aber wieder gelegt ;)
Sonntag: Nach einer schnellen Shoppingtour bei GAP, wo Lieschen eine schwarze Hose zum Arbeiten gekauft hat, haben wir uns mit Scott (dem jüngeren Sohn der Whites) getroffen, um Downtown unsicher zu machen. Beim erstbesten Chinesen haben wir dann ein Mittagspäuschen eingelegt, bei dem dann ans Licht kam, dass Scott ein Fan der deutschen Sprache, Musik und Kultur ist. Seine deutschen Sprachkenntnisse waren ganz schön beeindruckend. Zunächst hat er uns ein deutsches Lied von David Hasselhoff, den er als Inbegriff von Maskulinität versteht *hahahaha* vorgesungen: "Düüü bist als for me" Na alles klar? Also wir haben so gut wie nichts verstanden. Desweiteren mochte er den Satz: "Mein lieber Herr Gesangsverein"und den Ausdruck "Grüß Gott". Uns hat er immer "German Barbies" genannt und dann war er noch der festen Überzeugung "Überschnauzer" wär ein wichtiges Wort im deutschen Sprachraum-wir haben ihn in dem Glauben gelassen. Dann hat er uns noch erzählt, dass Franz Baur ja auch unglaubliche gute deutsche Musik macht...wer auch immer der Mann ist...Geschmäcker sind zum Glück verschieden. Ach ja, unsere Heimat ist ja so idyllisch wegen unseren Holzhäusern und den riesen Blumenkästen am Balkon......???
Nach diesem recht amüsanten Lunch hat er uns noch seinem Arbeitskollegen beim Sicherheitsdienst vorgestellt, wir durften uns ein wenig Verbrecherfotos anschauen, mit Handschellen und Messern spielen und zu guter letzt hat er uns noch umsonst ins Kino, in den Film "Couples Retreat" geschleust, wo wir uns wortwörtlich gebogen haben vor Lachen. Dieses Lachen verging uns aber schnell als wir feststellten, dass wir unseren letzten Bus nach Hause verpasst hatten. Calgary ist zum Glück kein ödes Kaff und hier fährt mehr als eine Buslinie in diesselbe Richtung-also haben wir es doch noch nach Hause geschafft. Juppieee
Montag: Das chinesische Essen war nicht optimal verdaulich und wir sind den ganzen Tag im Staffellauf auf Toilette gelaufen, dazu noch die Aufregung, dass sich Second Cup noch nicht wieder gemeldet hatte-wir fühlten uns miserabel. Dann der erlösende Anruf, dass wir Dienstag zu Second Cup kommen sollten, ein paar Hände voller Cheerios, eine Dosis "Say yes to the dress" und wir waren wieder generalüberholt.
Dienstag: Morgens haben wir uns frisch und schön gemacht, um bei unserem neuen Chef einen ordentlichen Eindruck zu hinterlassen. Nach einigem Papierkram hat er uns dann ca. 2 Stunden alles über Kaffeefarmen, -sorten, -bohnen, -röstung.........erzählt. Viele dieser Informationen haben uns jedoch nur sanft gestreift. Unser Gehirn war schlichtweg überlastet. Zusätzlich zu dem Lifetraining im Laden müssen wir ein kleines Studium am Computer absolvieren. Aber ich kann euch sagen, leichter gesagt als getan. Die Welt des Kaffees ist kein purer Genuss, sondern viel, viel, viel Arbeit.
Mittwoch war dann schon unser erster Arbeitstag und wir mussten in verschiedenen Schichten die Kasse bedienen: Ein Universum für sich-und soviele Knöpfe, die man besser nicht drückt: Das haben wir natürlich erst festgestellt, nachdem wir sie bereits gedrückt hatten. Aber wir entwickeln immer mehr vielversprechende Kampfmethoden, um unseren Gegner, die Kasse zu besiegen. Zudem wusste jeder zweite schon genaustens über uns Bescheid und unsere Kunden begrüßten uns zu unserem Erstaunen mit Namen. Plötzlich kam so ein Alter rein und meinte "Julia bist du verheiratet, weil ich hab da einen Freund, der noch ´ne deutsche Frau sucht". Das habe ich schnell abgewimmelt oder würde das bei euch auf Begeisterung stoßen, wenn ich einen 60 Jahre alten Knacker mit nach Hause bringen würde??? (Sorry an alle meinen lieben Leser, die dieses unglaubliche Alter auch schon erreicht haben-ihr seid natürlich viel fittere alte Knacker als die hier ;)) Als ich nach meiner Schicht nach Hause kam, hat mich "Mutter Liesl" schon mit einem tollen Abendessen erwartet. Unterm Strich konnte unser erster Tag bei der Starbucks-Konkurrenz Nummer 1 also als erfolgreich abgestempelt werden.
Donnerstag: Gestern musste nur Lieschen ran, ich hatte frei und als sie weg war, war ich plötzlich sooooooooooooooo einsam, wir haben schließlich die letzen vier Wochen Tag und Nacht gemeinsam verbracht. Also habe ich mich irgendwann auf den Weg gemacht und sie von der Arbeit abgeholt. Wir durften uns sogar noch einige Sachen zum Frühstück einpacken-umsonst. Lecker, lecker.
Heute Freitag: Von wegen "Frei"tag-ich musste arbeiten und das auch noch nach einer nicht ganz so erholsamen Nacht. Zudem war heut ganz schön was los im Land des Kaffees. Unglaublich, was man hier an einem Tag alles so lernt, aber es macht Spaß. Nach meiner Schicht bin ich total erschöpft auf der Couch niedergesunken. Doch jetzt, nach einem schönen Spaziergang im sonnigen Braeside ist der Kopf wieder frei (für neue Flausen). Deshalb muss ich an dieser Stelle auch Schluss machen.....
Liebe, sonnige und fröhliche Grüße aus dem wilden, witzigen Westen
Jule
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