Dienstag, 7. August 2012

Ihr Lieben,

hier bin ich noch ein letztes Mal. Eigentlich sind wir jetzt nach einem anstrengenden Wochenende und dem Kofferpacken heute reif fürs Bett, aber ich muss euch noch ganz kurz von den letzten Tagen berichten.

Am Samstag sind wir gegen Mittag nach Gleniffer aufgebrochen. Bei wunderschönen 30°C durften Liesl und ich den MINI "Cabriolet" nehmen, während die Whites mit den Hunden den anderen MINI rüber gefahren haben. Claire war unglücklicherweise auch noch bei einem Spaziergang mit den Hunden umgeknickt und humpelt so vor sich hin.
In Gleniffer sind Liesl und ich dann erstmal ein bisschen gelaufen - eigentlich wollten wir schwimmen aber sowohl der Pool als auch der Strand waren unglaublich voll. Als wir wiederkamen ging es nach einem kleinen Mittagsschläfchen auch schon ans Essen machen. Papa Martin stand am Grill und wir Mädels zu dritt in der Küche des Trailers. Später am Abend zog ein ziemlich heftiges Gewitter auf, nicht direkt über uns aber ca. 5 Meilen entfernt und wir standen sprachlos vor unserem Wohnwagen und haben stundenlang den Blitzen zugeschaut. Das war ganz schön angsteinflößend und leider hat der Gewittersturm auch schwere Schäden angerichtet.
Als Martin und Claire uns das Bett gemacht haben, mussten wir sehr lachen. Es war eine alte Auszieh-Couch und die Sitzfläche war aber ca. 30 cm höher als das Ende der Liegefläche so, dass man, würde man so darauf schlafen runter rollen würde. Aber Martin ist ja kreativ, also hat er einfach Holzblöcke unter die Liegefläche geschraubt. Leider hängt die Couch jetzt in der Mitte etwas durch. Das wiederun führte nachts dazu, dass Liesl und ich immer aufeinander zu rollten ;) Aber wir stehen uns ja sowieso nahe....also alles kein Problem. Wir hatten, wie immer hier, unseren Spaß.
Strahlender Sonnenschein hat uns am Sonntag aus dem Bett gelockt und nach einem Frühstück auf der Terasse und einem Spaziergang mit den Hunden ging es dann mit einem Picknick bewaffnet auf den Weg nach Sylvan Lake, wo wir die Brasilianer treffen wollten. Leider waren wir nicht die Einzigen, die die Idee hatten, sich dort einen schönen Tag zu machen. Wir haben ca. eine Stunde nach einem Parkplatz gesucht. Den Platz am Strand hatten Lisa und Cris dann zum Glück reserviert. Diese Menschenmengen waren nicht wirklich nach dem Geschmack von Martin und Claire, aber sie haben tapfer mit uns ausgeharrt. Also haben wir schön geplantscht, mit Louise gespielt und, und, und........ Abends haben uns Cris und Lisa dann noch zu Jack Astor's eingeladen und sich unter Tränen von uns verabschiedet.
Heute Morgen haben wir uns dann noch mit der Ex-Freundin eines kanadischen Eisschnelläufers getroffen - den Kontakt hatte Liesl wieder geknüpft ;) Danach haben wir langsam angefangen zu packen, um es dann wieder für einen Kinobesuch (Hunger Games-zu deutsch: Die Tribute von Panem) mit Martin und Claire zu unterbrechen. Anschließend haben die uns wiederum zu Oskar's zum Essen eingeladen. Ja, ja - am Mittwoch kommen ziemlich dicke Kinder nach Hause.
Wieder Zuhause haben wir dann gefragt, wieviel Miete sie von uns wollen und sie meinten "ZERO" also Nichts. Auf die Antwort hatten wir gehofft, den anstelle einer Miete hatten wir ihnen schon eine Kleinigkeit gekauft und sie haben sich riesig gefreut. Danach flossen schon die ersten Abschiedstränen..............
Zu guter Letzt kamen auch noch Sheila und Peter, um uns farewell zu sagen und ein Auto vorbei zu bringen, in das unser Gepäck passt. Für manche Anlässe ist der MINI halt doch zu klein.

Morgen früh gönnen wir uns dann noch ein Frühstück im SC bevor wir morgen Nachmittag wieder 'gen Heimat aufbrechen.

Um noch ein abschließendes Wort loszuwerden: Ganz anders als unser kleines Fahrgestell, der MINI war unsere Zeit hier mal wieder absolut MAXI und wir sind dankbar für viele neue Eindrücke, für die Chance, die Erinnerungen aufzufrischen, für die tollen Menschen, die uns bei fast immer unglaublich tollem Wetter einen All-inclusive *****+-Urlaub bereitet haben und uns immer noch so gerne haben, dass wir wiederkommen dürfen ;) Auch die liebe Liesl hat sich, genau wie letztes Mal ganz hervorragend benommen und ich denke, dass wir sowohl im In- aber auch vorallem im englischsprachigen Ausland ein saugutes Team sind. Als auch noch ein großes "THANK YOU" an Liesl for being so "nice and respectible and for having the personality and in my opinion also the outer appearence" ;) (Sorry, das sind ein paar Insider.......Hauptsache du verstehst mich Liesl).
Schön war's und in diesem Sinne sende ich nun ein letztes "Gut's Nächt'le" nach Hause.

Wir freuen uns schon, euch Bleichgesichter endlich wieder zu sehen!!!!!! ;)
Eure Jule

Freitag, 3. August 2012

Eine Woche voll HAPPYMEALS

Ich weiß, ich weiß....mit unseren Berichten geht es derweil etwas schleppend voran, aber wir haben einfach wahnsinnig viele Termine. Urlaub kann man das nun wirklich nicht nennen ;)
Wie ich euch letzte Woche bereits berichtet habe, hatten wir Mittwoch ein Treffen mit unseren ehemaligen Kollegen von Second Cup im Second Cup. Nach einem fröhlichen Wiedersehen dort, sind wir noch weitergezogen in einen Pub in der Nähe, wo wir Erdinger Weißbier getrunken haben.
Donnerstag Morgen ging es dann auf nach Downtown, Jule hatte den "Stadtkern" schließlich noch nicht gesehen. So sind wir über die "Peacebridge" und ein wenig durch Kensington getingelt und während wir im Schallplatten-Laden stöberten, war es direkt nebenan am Brennen. Glücklicherweise ist niemandem etwas passiert und Jule kam noch dazu einige Schallplatten zu kaufen, die demnächst ihre Wände zieren sollen....ja, die Zeiten, in denen man Schallplatten hörte, sind in der Tat vorbei ;) Wir haben ganz Downtown unsicher gemacht, bis wir uns schließlich abends um sieben mit Claire und Martin beim Tower zum Essen trafen. Wir hatten ihnen versprochen, sie dorthin einzuladen, weil sie halt gerne gut essen und dafür ist das 360° einfach die beste Adresse!
So haben wir nach Lust und Laune geschlemmt, Martin traf die Weinauswahl und während langsam die Nacht über Calgary aufzog, saßen wir hoch über den Dächern unserer zweiten Heimat und bestaunten die Lichter, die soweit reichten, wie wir nur schauen konnten. Es war traumhaft und wir hatten einen wirklich super Abend......bis die Rechnung kam. Die hing uns wie ein schwerer Kloß im Hals und nach unserem erschrockenen Blick meinte Martin, ob wir jetzt für immer zahlungsunfähig seien. Wir versicherten ihm, dass dem nicht so ist und zückten unsere Mastercard. Nach einer Kunstveranstaltung über uns hatten wir schließlich auch noch die Gelegenheit das Observation Deck zu besuchen, von wo aus wir schnell noch ein paar Fotos schossen. Während Claire, Jule und Liesl mit Martin's MINI nach Hause fuhren, nahmen Martin und ich den C-Train Richtung Southland Station, wo der MINI Convertible auf uns wartete, den ich doch tatsächlich rückwärts in die letzte Parklücke eingeparkt habe, die es noch gab.
Am Freitag haben wir uns mit Claire im Chinook zum Mittagessen getroffen. Dort saßen wir auf einer wunderschönen Dachterasse und aßen Deluxe-Burger ;) Diesmal ging die Rechnung auf unsere kanadischen Eltern. Danach haben wir daheim noch ein wenig Sonne getankt, bevor es mit Jule und ihrem Gepäck im Gepäck Richtung Flughafen ging. Ja, nach zwei Wochen mit einem Solbach-Doppel-Whopper mussten wir uns am Freitag von Jule verabschieden. Sie wäre glaube ich, gerne noch länger geblieben und auch uns tat es echt leid, sie gehen zu lassen. Am Flughafen sind wir dann tatsächlich auch noch auf ein Mädel gestoßen, das mit uns in Siegen an der Uni studiert hat....so klein ist die Welt. Nach dem Abschied dachten wir, da sauer ja lustig macht, dass es helfen würde, wenn wir für die Barbecue-Party am nächsten Tag etwas hausgemachte Zitronen-Limo nach einem Rezept von Martin's Mum zuzubereiten. Lecker, lecker aber eine sehr klebrige Angelegenheit. Dafür roch es im ganzen Haus nach Zitronen-Duftbäumchen oder Kloreiniger....wie auch immer.....es roch ziemlich frisch.
Nach einer kurzen Nacht ging es Samstag um halb zehn mit Claire zur Kirche, wo wir halfen, Tische und Stühle für die Verabschiedung der Pastorin zu stellen. Danach ging es zurück an die Schüsseln, denn wir wollten wir auch noch einen Möhrensalat und einen Obstsalat für abends zubereiten. Gesagt, getan. Währendessen zogen unbemerkt dicke Wolken über Calgary auf und es sah so aus, als ob wir nach drinnen umziehen müssten. Nach einer halben Stunde Regen, kämpte sich die Sonne aber zurück und wir konnten beginnen, die Terasse partyfähig zu machen. Um halb sechs haben Liesl und ich dann Sharla, unseren ersten Gast vom Zug abgeholt und die Party konnte beginnen. Nach und nach trudelten alle 17 Gäste ein. Und während in anderen Teilen Albertas Tornados und Hagelstürme wüteten, begrüßten wir Schoko-Ian und -Ghislaine. Liesl stürmte fröhlich auf Ian zu, den wir das letzte Mal vor 2 1/2 Jahren gesehen hatten und der stellte sich höflich vor. Darauf meinte Liesl: "I know you..." darauf er "Aah, German girls he?" Ja genau Ian, die sind wir. Dann kam er zu mir und ich habe ihn, vor mich hin grinsend gefragt, ob er mich noch kennt und dann sagt er doch tatsächlich "Yes Lisa". Da war da Gelächter natürlich groß. Überhaupt hat er uns sehr bei Laune gehalten, als er meinte, dass sich beim UFC (Kämpfen ohne Regeln) die Gegner sogar gegenseitig in die E..r treten dürfen. Was auch nicht schlecht war, war seine Übersetzung des (laut Scott) deutschen Wortes "Überschnauzer" nämlich Topdog und daruf meinte er lachend, dass Angela Merkel unsere Topbitch wäre - dieses Wort hat eine versaute Bedeutung, er meinte aber glaube ich die andere, nämlich Tophündin. Wie auch immer - ich wäre fast vom Stuhl gefallen.... .
Alles in allem war es eine gelungene BBQ-Party mit den Brasilianern, vorallem Klein-Louise und allen anderen lieben Freunden der Familie.

Sonntag - neuer Tag, neues.........BBQ und zwar dieses Mal bei Ghislaine und Ian.
Neben dem leckeren Essen war ein Highlight, dass Claire sich als die Queen und Ian sich als Einstein verkleidet haben, um gemeinsam ein Würstchen auf dem alten, rauchenden Grill zu braten, um dann das davon entstandene Foto wiederum bei einem Wettbewerb einzureichen, bei dem man einen neuen Grill plus Gartenmöbel gewinnen kann. Die zwei sahen umwerfend aus und Ian kann sich nur noch schwer von seiner Einstein-Frisur trennen ;) Auf dieser Party waren auch noch Gäste, die wir noch nicht kannten, nämlich Phillipinin Nanette mit ihrem Herr Professor, dann noch belgische Damen und via Skype auch Ghislaines kleiner Enkel Ethan Antonio Ian. Nanette hat zunächst sehr viel erzählt, auch von ihrem Besuch in Deutschland. Sie ist in einem kleinen Ort nahe unserer Hauptstadt gewesen, aber nein, nicht nahe Berlin, sondern nahe der anderen deutschen Hauptstadt....hhhm Frankfurt...nein, die Stadt weiter im Süden....unsere Hauptstadt halt. Wenn jemand weiß, was unsere neue Hauptstadt ist, sagt bitte Bescheid ;) Nach ihren Geschichten hat sie angefangen lauter Zettel zu schreiben, Zettel mit Salatrezepten, Adressen, Terminen.......ach Nanette - es war schön mit dir. Auch Brasilianer Mauricio war da und hat von seinem Kulturschock erzählt, als er in einer kanadischen Bar eine Kellnerin auf den Mund geküsst hat und dafür des Ladens verwiesen wurde...hhm, echt prüde die Kanadier....das ist doch ganz normal, mit wildfremden Menschen rumzuknutschen. Nach diesem sehr amüsanten Abend brachte uns Ian noch ans Auto, schaute in den Himmel und meinte, dass in einigen Jahren alle Menschen Chips implanitiert bekommen, wo dann alle Sternbilder und überhaupt alles gespeichert ist, was ein Mensch so wissen muss. Er meinte, dann müsste man nichts mehr lernen und könnte den ganzen Tag nur noch singen, Guitarre spielen und Liebe machen...man muss sich ja irgendwie beschäftigen.... ;) So sind wir mit einem riesen Grinsen nach Hause gefahren.

Am Montag ging es bei sommerlichen 27,8 °C zum Sikome Lake Schwimmen und abends durften wir uns die Bäuche mit Ghislaine's Schokoladenfondue voll hauen.

Davon gestärkt ging es am Dienstag mit San im Gepäck nach Exshaw zu einem alten Damm (unsere Schuhe sind immer noch nass) und einer Höhle in der Nähe von Canmore. Unterwegs, nachdem wir den MINI einfach auf einem Wiesenstück mitten in der Wildnis neben dem Highway geparkt hatten, fanden wir ein riesiges Skelett....uups, hier hat wohl ein Bär einen Hirsch zerlegt, aber dann dürfte der Bär ja jetzt satt sein. Dennoch war die Höhle ein bisschen gruselig. Auf dem Heimweg Doch zu unserem Glück war es das....puuuuuh.

Am Mittwoch waren wir nochmal ein bisschen shoppen, es ist schließlich schon August und das neue Geld ist auf dem Konto ;) just kidding..... . Abends haben wir dann ein bisschen Sport gemacht und haben eine große Runde am Elobow Riverside Park und Sandy Beach gedreht und danach Martin und Claire bekocht.

Gestern, Donnerstag, man glaubt es kaum, war dann endlich mal eine BBQ-Party, diesmal bei Sheila und Peter. Es gab lecker Hähnchen vom Grill und viele Geschichten von Armadillos, giftigen Schlangen, Spinnen, von Bobcats und Bären im Vorgarten und einige Anekdoten von Ian. Der meinte, dass Ghislaine neulich zu Brasilianer Mauricio gesagt hätte, dass er sicherlich bald die richtige Frau finden würde, daraufhin meinte der, dass er derweilen einfach etwas Spaß mit den falschen hätte.....zzzzzzz. Da wir sowas nicht hören wollten, haben Liesl und ich uns mit optischen Illusionen und unlösbaren Puzzles beschäftigt. So saßen wir schielend auf Leigh's Couch und hatten unseren Spaß. Was ich noch kurz erwähnen muss ist, dass, wenn wir am Tisch beim Essen sitzen, Liesl immer Vieles verneinen muss, was ihr so angeboten wird, während ich immer dankbar alles futtere, was mir vorgesetzt wird. So schämen wir uns im Akkord - Liesl weil sie so Vieles nicht mag oder nicht verträgt und ich mich wegen meinem Elefantenmagen, der nur selten, etwas Ess-oder Trinkbares verwehrt. Naja, solange die Hosen noch passen ;-)

Heute haben Liesl und ich nochmal Downtown unsicher gemacht, um uns schließlich mit der Family zum Picknick im Prince's Island Park zu treffen, wo wir im Anschluss eine grandiose Performance von Shakespeare's "Ein Mittsommernachtstraum" sehen durften. Es war traumhaft schön und nach dem kalten (12°C) und verregneten Tag gestern wurde unser Haupt heute wieder mit Sonne bei 20°C gestreichelt. Nun sitzen wir hier, bringen euch auf den neuesten Stand, bevor wir morgen Richtung Gleniffer aufbrechen, wo wir eine Nacht im Wohnwagen verbringen, schwimmen gehen, Lagerfeuer machen und falls wir Glück haben Polarlichter sehen. Am Sonntag wollen wir dann einen unserer letzten kanadischen Sommertage mit den Brasilianern und den Whites am Sylvan Lake verbringen. Wir sind gespannt und freuen uns auf unser final weekend in der kanadischen Heimat und senden euch sonnigste Grüße!!!

Alles Liebe, Jule und Liesl

Dienstag, 31. Juli 2012

Mehr Fotos....der dazugehörige Text folgt noch

So sieht es aus, wenn wir in "unserem" MINI unterwegs sind

Zwei Beauties: Louise und Jule


                                                                    Downtown









Beim Essen im 360° mit unserer kanadischen Familie


                                                                     
    BBQ-Party im Hause White


Louise Marie





BBQ bei Ghislaine und Ian (mit der Queen und Einstein-Erläuterungen folgen)



Die Queen mit Einstein am Grillen


Daddy


                                                      Sonnen am Sikome Lake







Mittwoch, 25. Juli 2012

So, es wird Zeit, euch von unserem Wochenende zu berichten. 
Da wir für Freitag Nacht keine Unterkunft in Banff gefunden haben, sind wir am Freitag nach Waterton gefahren. Als wir dort ankamen, sah das Wetter echt gruselig aus. Die Wolken hingen so tief, dass man sie fast anfassen konnten und es war ein schweres Gewitter vorher gesagt. Doch schnell kam die Sonne raus und wir hatten einen tollen Tag, sind ein wenig gewandert - immer mit der Bärenglocke und mit Spray bewaffnet. Schließlich haben wir noch einen Abstecher zum Redrock Canyon gemacht, wo viele andere Menschen im Gletscherwasser eine Abkühlung suchten. Mittlerweile waren es nämlich hinten in die dreißig Grad. Nachdem wir wieder Richtung Calgary aufgebrochen waren, hielten vor uns plötzlich ziemlich viele Autos und wir sollten auch schnell erfahren warum. Ganz dicht an der Straße machte sich ein Braunbär genüsslich über die Blaubeersträucher her. Also haben wir auch angehalten und ich habe mich schnell mit meiner Kamera aus unserem Dach gehängt und geknipst was das Zeug hält. So konnten wir glücklich und mit der ersten "bärigen" Erfahrung nach Hause fahren.
Am Freitagabend in den Nachrichten kam dann die erschreckende Nachricht, dass der Highway Richtung Banff wegen eines schweren Erdrutsches auf ungewisse Zeit gesperrt ist und, dass alle Autos zurück nach Calgary geschickt werden. Somit wussten wir bis Samstagmorgen nicht, ob wir es tatsächlich nach Banff schaffen. Doch dank der fleißigen Helfer, die die ganze Nacht Schlamm weggeschaufelt haben, konnten wir bei dann wieder tollem Wetter 'gen Banff aufbrechen. Vorher haben wir noch kurz beim Second Cup gehalten. Ich hatte gerade meinen Kaffee bestellt und wollte ihn bezahlen, da hat Doug uns entdeckt und wollte uns erstmal knuddeln ;) wir haben noch ein wenig mit ihm geplaudert und sind schließlich in unseren Mini (wie Martin das Auto jetzt nennt) gehüpft. Auf dem Weg nach Banff habe ich dann mit Schrecken festgestellt, dass ich aufgrund der herzlichen Begrüßung unseres Ex-Chefs ganz vergessen habe zu bezahlen, peinlich, peinlich- auf der eigenen Arbeitsstelle die Zeche geprellt.
Schließlich in Banff angekommen, haben wir Mitbringsel geshoppt und da die Berge dort im Nebel lagen, haben wir dieses Mal auf den Sulphur Mountain verzichtet. Gegen Abend sind wir weiter nach Lake Louise gefahren. Am selben Abend ging es auch noch zum Morraine Lake, bevor wir zum Hostel in Lake Louise gefahren sind, wo wir schlafen wollten. Leider musste Jule in einem anderem Zimmer schlafen. Bei uns schliefen zwei Japaner auf dem Zimmer, die dann Sonntag Morgen um sechs Uhr zum Wandern aufbrachen. Da ich nicht so gut geschlafen habe, lag ich schon ein wenig wach und habe sie beobachtet. Mein Highlight war, als der wirklich alte Japaner sich nackig ausgezogen hat, mir seinen weißen Hintern entgegen streckte und seine dreckige Unterhose auf Lisa abgelegt hat. Das Beste daran: Er hat die Unterhose auf Lisa vergessen *hahahahaha* Ich musste mir einen lauten Lacher verkneifen-dann wäre ich ja aufgeflogen. Nach einem tollen Frühstück sind wir am Sonntag nach Jasper aufgebrochen. Auf dem Weg dort hin haben wir noch beim Peyto Lake, einem türkisblauen Gletschersee, und bei den Columbia Icefields angehalten. Bei strahlendem Sonnenschein und 30°C kamen wir in Jasper an und haben den Abend bei einer Pizza ausklingen lassen, bevor wir hunds-kaputt in unsere Betten fielen. Am nächsten Morgen war ein schweres Gewitter also haben wir ein bisschen die Jasper Geschäfte unsicher gemacht, haben dann noch ein paar Fotostopps gemacht aber leider war das Wetter nicht "nice". Dafür wurden wir dann auch noch mit einem Schwarzbär belohnt. Damit haben wir alle 3 in Kanada lebenden Bärenarten gesehen *yippie*.
Claire und Martin waren sehr froh, als sie uns nach der 600 km-langen Rückfahrt wieder Zuhause begrüßen konnten. Gestern waren wir dann nochmal im Chinook-Centre (was auch sonst). Abends waren wir dann bei Cris und Lisa und der kleinen Louise (die als wir sie das letzte Mal sahen erst drei Monate alt war) eingeladen. Louise wird im Oktober drei und ist eine sehr gesprächige kleine Lady, mit der wir sehr viel Spaß hatten. Als Claire sie was fragte, meinte Louise: "Wait, I'm busy" (Warte ich bin gerade beschäftigt). Das war so süß ;) Später hat sie Lisa und mir tolle Frisuren gezaubert und meinte, als sie uns Gute Nacht sagen sollte, dass sie nicht Tschüss sagt, weil sie will, dass wir bei ihr bleiben. Echt toll, zu sehen, was aus ihr geworden ist ;) Heute Abend treffen wir uns mit unseren Second Cup Freunden und freuen uns schon total. Mal schauen, was es da so Neues gibt.
Liebe Grüße, eure Jule

Fotos

Ihr Lieben, hier bin ich wieder. Und aufgrund einiger Beschwerden aus Deutschland, werde ich, bevor ich weiterschreibe, erst einmal ein paar Fotos nachschießen, damit ihr nicht nur was zu lesen, sondern auch zu gucken habt.
Bullriding beim Rodeo

3 Ladies in den Badlands

bei den Hoo-Doos


Große Pusteblume

Sonnen im Glenmore Reservoire


Unser erster Braunbär beim Redrock Canyon, Waterton National Park





Redrock Canyon

Ein Elk


Lake Louise


Morraine Lake


Unser erster Grizzly-zum Glück weit genug von uns entfernt

Ein Squirrel (ich muss mich korrigieren, es ist ein Chipmunk-zu Deutsch ein Streifenhörnchen)


Mehr Rodeo


Paul Brandt fliegt auf der Grandstand-Show win





Beim Pancake-Frühstück am Britannia Plaza


Auf der neuen Terasse