So, da bin ich auch schon wieder und bevor ich mit in die Staaten nehme, erstmal noch ein wenig "oh Canada":
Unsere letzte Woche in Calgary begann mit einem wunderschönen sonnigen Montag Morgen, an dem wir früh aufgestanden sind, um nach Waterton, einem Nationalpark an der amerikanischen Grenze zu fahren. Zunächst haben wir die liebe Claire auf die Arbeit gebracht und schon locker eine Stunde damit zugebracht, uns mit dem Auto durch Downtown zu kämpfen. Endlich auf dem Highway ging es dann drei Stunden südlich (ich am Steuer, Lisa mein Navi). Die Fahrt war auch sehr angenehm, wir sind durch Indianerreservate gefahren, immer die Rockies im Auge-wirklich eine Bilderbuchkulisse. Die ganze Fahrt über haben wir vor Staunen den Mund nicht mehr zu bekommen, so schön war es. Dann, kurz vor Waterton hat uns etwas anderes die Sprache verschlagen- unsere Tankfüllung. Sie war in kürzester Zeit auf zwei Striche geschrumpft. Bis jetzt, alles halb so wild, wenn man wie wir denkt, dass es in Waterton ja bestimmt eine Tankstelle gibt. Dort angekommen mussten wir leider feststellen, dass der ganze Ort über Winter einer Geisterstadt gleicht, die total zugeschneite Tankstelle war also entgegen unseren Erwartungen CLOSED. Zum Glück hatte wenigstens die Post geöffnet und die nette Dame dort versicherte uns, dass es im nächsten Ort, der nur 16 km entfernt liegt eine Tankstelle für uns gibt. Beruhigt haben wir uns in unseren Mini geschmissen und uns auf den Weg zur Tankstelle gemacht. Auf dem Weg haben wir dann auf einem Berg das "Prince of Wales Hotel", ein Bilderbuchhotel entdeckt-also dachten wir, fahren wir mal kurz rauf. Von unten sah die Straße ganz gut aus, als wir fast oben waren dann nicht mehr. Dort waren so hohe Schneeverwehungen, dass wir nicht mehr vorwärts kamen und dementsprechend auch nicht drehen konnten. Schließlich haben wir uns fest gefahren. Da keine Hilfe in Sicht war musste Liesl austeigen und unser Auto mit den Füßen frei schaufeln, anschließend hat sie mich dann rückwärts diese echt enge, glatte Straße runter gelotst. Puuuuuuh geschafft- der Fettnapf an diesem Tag: ERLEDIGT! Dachten wir zumindestens, die anderen Fettnäpfe allerdings nicht. Dieser kleine Bergausflug hatte uns leider etwas Sprit gekostet, doch zur nächsten Tankstelle reichte es noch locker. Dort angekommen mussten wir jedoch feststellen, dass es unser Benzin nicht gabt, wir also rein getigert, wo uns passend zu stinkendem Frittenfett zwei der schmierigsten Typen überhaupt begrüßten. Während wir ihnen unser Problem schilderten haben sie nur grinsend angemerkt, dass die nächste Tankstelle in Cargston noch 15 km entfernt sei. Soweit so gut, auch 15 km waren noch drin. Wir haben Cargston trotzdem nochmal ins Navi eingegeben, wo es dann plötzlich 27 km entfernt war. Hhm...da unsere Tankanzeige noch Sprit für 28 km anzeigte, no problem. Also wieder in den Mini und ab die Post. Mein Blick auf die Tankanzeige gerichtet, Lisas Blick aufs Navi mussten wir nach kurzer Zeit ungünstige Abweichungen feststellen.
Ich: Wir können noch 28 fahren
Liesl: Wir müssen noch 27 fahren
Ich: Wir können noch 20 fahren
Liesl: Wir müssen noch 22 fahren
In der Zwischenzeit kurz mal bei ner Farm geklopft um nach Benzin zu fragen-Leider keiner Zuhause-weitergefahren....und das alles am Arsch der Welt
Ich: Wir können nur noch 10 fahren
Liesl: Kein Problem wir müssen nur noch 10 fahren
Ich: 10, 9, 8, 7, 6,....
Liesl: Nur noch 6
Ich: 3, 2....
Liesl: nur noch 2
Ich: Scheiße, der Tank ist alle
Liesl: wir müssen anhalten
So war es dann, wir mussten anhalten. Einmal umgeschaut merkten wir dann, dass wir in der Einfahrt einer einsamen Farm angehalten hatten. Dort haben wir dann nochmal geklopft-wieder keiner da. Also haben wir uns entschieden unsere Wertsachen aus dem Auto zu nehmen, einen Zettel an unseren Mini zu machen und zu vermerken, dass wir in den nächsten Ort laufen, um Benzin zu holen.....wie im Film sag ich euch.
Vollbepackt kamen wir dann wieder an einer Farm vorbei, wo wir schon von zwei Wachhunden begrüßt wurden. Dort haben wir dann wieder geklopft und eine nette Frau angetroffen, die uns doch tatsächlich anbot, uns nach Cargston zur Tankstelle zu fahren. Allerdings hatte sie keinen Benzinkanister und wir natürlich auch nicht. So hat sie uns zu ihrem Nachbarn Gerald geschickt, dessen Frau uns nur zögerlich aufmachte, weil sie uns für die Zeugen Jehovas hielt. Dann hat sie aber gefragt, wie sie uns helfen kann. Ihr Mann hat uns dann zur Tankstelle gefahren und dann wieder zurück zum Mini. Auto vollgetankt- Danke Gerald! Wie schön einen Bauern kennen zu lernen, der keine Mistgabel, sondern nur ein großes Herz hat ;)
Total fertig mit den Nerven sind wir zurück nach Waterton gefahren-wir wollten schließlich noch mehr erleben *HIHI*
Dort war es etwas stürmisch, wir konnten uns kaum auf den Beinen halten. Das wollten wir natürlich fotografisch festhalten. Auf den Fotos sieht es aber leider einfach nur schön sonnig aus und wir als ob wir einen an der Waffel hätten, weil wir so komische Verrenkungen machen. Aber ich kann euch sagen- das hat uns fast umgehauen dort! Abends sind wir dann ganz entspannt aber auch erschöpft zurück gefahren und haben uns zum Abschluß dieses abenteuerlichen Tages noch einen Cheesecake gegönnt. Zurück in Calgary haben wir natürlich nichts davon erzählt- es hat doch jeder ein kleines Geheimnis oder???
Unsere letzte Woche in Calgary begann mit einem wunderschönen sonnigen Montag Morgen, an dem wir früh aufgestanden sind, um nach Waterton, einem Nationalpark an der amerikanischen Grenze zu fahren. Zunächst haben wir die liebe Claire auf die Arbeit gebracht und schon locker eine Stunde damit zugebracht, uns mit dem Auto durch Downtown zu kämpfen. Endlich auf dem Highway ging es dann drei Stunden südlich (ich am Steuer, Lisa mein Navi). Die Fahrt war auch sehr angenehm, wir sind durch Indianerreservate gefahren, immer die Rockies im Auge-wirklich eine Bilderbuchkulisse. Die ganze Fahrt über haben wir vor Staunen den Mund nicht mehr zu bekommen, so schön war es. Dann, kurz vor Waterton hat uns etwas anderes die Sprache verschlagen- unsere Tankfüllung. Sie war in kürzester Zeit auf zwei Striche geschrumpft. Bis jetzt, alles halb so wild, wenn man wie wir denkt, dass es in Waterton ja bestimmt eine Tankstelle gibt. Dort angekommen mussten wir leider feststellen, dass der ganze Ort über Winter einer Geisterstadt gleicht, die total zugeschneite Tankstelle war also entgegen unseren Erwartungen CLOSED. Zum Glück hatte wenigstens die Post geöffnet und die nette Dame dort versicherte uns, dass es im nächsten Ort, der nur 16 km entfernt liegt eine Tankstelle für uns gibt. Beruhigt haben wir uns in unseren Mini geschmissen und uns auf den Weg zur Tankstelle gemacht. Auf dem Weg haben wir dann auf einem Berg das "Prince of Wales Hotel", ein Bilderbuchhotel entdeckt-also dachten wir, fahren wir mal kurz rauf. Von unten sah die Straße ganz gut aus, als wir fast oben waren dann nicht mehr. Dort waren so hohe Schneeverwehungen, dass wir nicht mehr vorwärts kamen und dementsprechend auch nicht drehen konnten. Schließlich haben wir uns fest gefahren. Da keine Hilfe in Sicht war musste Liesl austeigen und unser Auto mit den Füßen frei schaufeln, anschließend hat sie mich dann rückwärts diese echt enge, glatte Straße runter gelotst. Puuuuuuh geschafft- der Fettnapf an diesem Tag: ERLEDIGT! Dachten wir zumindestens, die anderen Fettnäpfe allerdings nicht. Dieser kleine Bergausflug hatte uns leider etwas Sprit gekostet, doch zur nächsten Tankstelle reichte es noch locker. Dort angekommen mussten wir jedoch feststellen, dass es unser Benzin nicht gabt, wir also rein getigert, wo uns passend zu stinkendem Frittenfett zwei der schmierigsten Typen überhaupt begrüßten. Während wir ihnen unser Problem schilderten haben sie nur grinsend angemerkt, dass die nächste Tankstelle in Cargston noch 15 km entfernt sei. Soweit so gut, auch 15 km waren noch drin. Wir haben Cargston trotzdem nochmal ins Navi eingegeben, wo es dann plötzlich 27 km entfernt war. Hhm...da unsere Tankanzeige noch Sprit für 28 km anzeigte, no problem. Also wieder in den Mini und ab die Post. Mein Blick auf die Tankanzeige gerichtet, Lisas Blick aufs Navi mussten wir nach kurzer Zeit ungünstige Abweichungen feststellen.
Ich: Wir können noch 28 fahren
Liesl: Wir müssen noch 27 fahren
Ich: Wir können noch 20 fahren
Liesl: Wir müssen noch 22 fahren
In der Zwischenzeit kurz mal bei ner Farm geklopft um nach Benzin zu fragen-Leider keiner Zuhause-weitergefahren....und das alles am Arsch der Welt
Ich: Wir können nur noch 10 fahren
Liesl: Kein Problem wir müssen nur noch 10 fahren
Ich: 10, 9, 8, 7, 6,....
Liesl: Nur noch 6
Ich: 3, 2....
Liesl: nur noch 2
Ich: Scheiße, der Tank ist alle
Liesl: wir müssen anhalten
So war es dann, wir mussten anhalten. Einmal umgeschaut merkten wir dann, dass wir in der Einfahrt einer einsamen Farm angehalten hatten. Dort haben wir dann nochmal geklopft-wieder keiner da. Also haben wir uns entschieden unsere Wertsachen aus dem Auto zu nehmen, einen Zettel an unseren Mini zu machen und zu vermerken, dass wir in den nächsten Ort laufen, um Benzin zu holen.....wie im Film sag ich euch.
Vollbepackt kamen wir dann wieder an einer Farm vorbei, wo wir schon von zwei Wachhunden begrüßt wurden. Dort haben wir dann wieder geklopft und eine nette Frau angetroffen, die uns doch tatsächlich anbot, uns nach Cargston zur Tankstelle zu fahren. Allerdings hatte sie keinen Benzinkanister und wir natürlich auch nicht. So hat sie uns zu ihrem Nachbarn Gerald geschickt, dessen Frau uns nur zögerlich aufmachte, weil sie uns für die Zeugen Jehovas hielt. Dann hat sie aber gefragt, wie sie uns helfen kann. Ihr Mann hat uns dann zur Tankstelle gefahren und dann wieder zurück zum Mini. Auto vollgetankt- Danke Gerald! Wie schön einen Bauern kennen zu lernen, der keine Mistgabel, sondern nur ein großes Herz hat ;)
Total fertig mit den Nerven sind wir zurück nach Waterton gefahren-wir wollten schließlich noch mehr erleben *HIHI*
Dort war es etwas stürmisch, wir konnten uns kaum auf den Beinen halten. Das wollten wir natürlich fotografisch festhalten. Auf den Fotos sieht es aber leider einfach nur schön sonnig aus und wir als ob wir einen an der Waffel hätten, weil wir so komische Verrenkungen machen. Aber ich kann euch sagen- das hat uns fast umgehauen dort! Abends sind wir dann ganz entspannt aber auch erschöpft zurück gefahren und haben uns zum Abschluß dieses abenteuerlichen Tages noch einen Cheesecake gegönnt. Zurück in Calgary haben wir natürlich nichts davon erzählt- es hat doch jeder ein kleines Geheimnis oder???
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